Der Börsenneuling Athris hat einen verhaltenen Börsenstart hingelegt. Athris, das ist die aus der Auftrennung des Jelmoli-Konzerns entstandene Investmentgesellschaft. Die Firmenbezeichnung verwundert kaum, denn immer häufiger beginnen die Namen von neu gegründeten Unternehmen mit dem Buchstaben A.

Auch der Blick auf das Kurstableau des Swiss Performance Index (SPI) zeigt: Firmennamen, die mit dem ersten Buchstaben im Alphabet beginnen, sind beliebt. Die A-Gruppe - von Acino bis Austriamicrosystems - wird von der Anzahl her nur noch von S-Namen wie Schindler oder Swisscom geschlagen.

Praktische Überlegungen

So hat sich auch der Pharma- und Generika-Hersteller Schweizerhall im vergangenen Herbst den Namen Acino verpasst. «Der Name leitet sich aus der Fusion zwischen Cimex und Novosis ab», sagt Luzi Andreas von Bidder, Verwaltungsratspräsident der Acino Holding. Und warum fiel die Wahl auf den Anfangsbuchstaben A? «Den Namen haben wir gewählt, um ganz oben auf den Pharmalisten zu erscheinen», so von Bidder. Solche praktischen Überlegungen spielen bei der Suche eines neuen Firmennamens immer häufiger eine Rolle. Elektriker Ammann & Co, der im Branchentelefonbuch am Anfang erscheint, hat die besseren Chancen, angerufen zu werden, als sein Kollege Zwissig.

A-Firmen an der Börse

Und wie läuft der Name Acino an der Börse? «Ich hoffe nicht, dass die Investoren ihre Aktien aufgrund der Position auf der Kursliste auswählen», meint von Bidder lachend. Die Aktie hat seit der Namensänderung am 1. September 2008 rund 35% verloren, während der Gesamtmarkt SPI knapp 30% eingebüsst hat.

Anzeige

Einen noch schlechteren Start haben die Aktien des Backwarenherstellers Aryzta erwischt. Das aus der Fusion zwischen Hiestand und der irischen Nahrungsmittel-Gruppe IAWS hervorgegangene Unternehmen hat seit der Erstnotiz am 22. August 2008 50% seines Börsenwerts verloren. Der massive Kursverlust steht in Kontrast zum guten Semesterergebnis und den ehrgeizigen Zielen, die CEO Owen Killian anstrebt. Trotz Konjunktureinbruch will das Unternehmen den Gewinn in den nächsten fünf Jahren verdoppeln.

Zuger Kantonalbank legt zu

Umgekehrt werden die Titel am Ende des Kurstableaus von den Investoren nicht etwa übersehen, wie die Performance der Zuger Kantonalbank zeigt. In den letzten zwölf Monaten haben die Aktien 4% gewonnen. Beim Kauf der Papiere waren wohl die soliden Ergebnisse und die erhöhte Dividendenausschüttung ausschlaggebend. Das Bankinstitut hat den Reingewinn 2008 um über 20% gesteigert und das beste Ergebnis in seiner Geschichte erzielt.