Spekulationen auf einen Wahlsieg der japanischen Regierungsparteien haben am Dienstag die Aktienkurse in Tokio weiter in die Höhe getrieben. Der Nikkei-Index stieg um 0,4 Prozent und schloss mit 21'336 Punkten so hoch wie seit November 1996 nicht mehr.

Der elfte Tagesgewinn in Folge ist zudem die längste Gewinnserie seit Mai 2015. «Offenbar kaufen vor allem ausländische Investoren, denn der wahrscheinliche Wahlausgang könnte ihnen entgegen kommen», sagte Masahiro Yamaguchi, Marktstratege bei SMBC Trust Bank.

Gute Chancen

Einer Umfrage von Montag zufolge haben die Koalitionsparteien des japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe gute Chancen, die Wahlen am Sonntag für sich zu entscheiden. Der breiter gefasste Topix-Index gewann 0,2 Prozent auf 1723 Zähler. Die Aktien des von einem Skandal um gefälschte Produktdaten erschütterten Stahlkonzerns Kobe Steel erholten sich etwas und schnellten zeitweise um mehr als sechs Prozent in die Höhe. Sie schlossen letztlich gut drei Prozent höher.

Anleger gingen davon aus, dass die Auswirkungen der Fälschungen auf die Geschäftszahlen begrenzt seien, sagte ein Börsianer. Die Titel hatten in den vergangenen fünf Handelstagen allerdings rund 40 Prozent verloren.

(sda/cfr/me)