Die wachsenden Spannungen im Nordkorea-Konflikt haben am Mittwoch die asiatischen Aktienmärkte belastet. Die Anleger seien verunsichert und zögen sich aus Aktien zurück, um sicherere Anlagehäfen anzusteuern, sagte Analyst Kumiko Ishikawa von Sony Financial Holdings.

US-Präsident Donald Trump drohte der Führung in Pjöngjang für den Fall weiterer Provokationen mit «Feuer und Zorn» und einer nie dagewesenen Reaktion. Wenige Stunden später drohte Nordkorea den Vereinigten Staaten mit einem Präventivschlag und einem Raketenangriff auf die US-Pazifikinsel Guam.

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Toshiba gegen den Trend

In Tokio verlor der japanische Leitindex Nikkei 1,3 Prozent auf 19'738 Punkte. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans rutschte 0,5 Prozent ab. Auch die chinesischen Börsen in Shanghai und Shenzen sowie die die Märkte in Hongkong und im südkoreanischen Seoul gaben nach.

Gegen den Trend legten die Aktien von Toshiba mit einem Aufschlag von mehr als drei Prozent zu. Insidern zufolge sind die externen Wirtschaftsprüfer bereit, in Kürze grünes Licht für die mehrmals verschobene Vorlage der Bilanz für das Ende März abgelaufene Geschäftsjahr 2016/17 zu geben. Damit würde die Gefahr sinken, dass der angeschlagene Industriekonzern von der Börse genommen werden muss.

Yen auf Acht-Wochen-Hoch

Der Euro bewegte sich am Devisenmarkt in Fernost kaum. Er trat bei 1,1733 Dollar auf der Stelle. Zur japanischen Währung geriet der Dollar wegen der Spannungen im Nordkorea-Konflikt dagegen unter Druck und gab auf 109,94 Yen nach. Zeitweise markierte der Yen ein Acht-Wochen-Hoch.

(sda/jfr)