Die abnehmenden Spannungen zwischen den USA und Nordkorea haben am Donnerstag mehrheitlich für Kursgewinne an den Aktienmärkten in Fernost gesorgt. Investoren zeigten sich erleichtert über die sanfteren Töne. US-Präsident Donald Trump hatte den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un für seine Zurückhaltung bei dem angedrohten Abschuss von Raketen in Richtung der US-Pazifikinsel Guam gelobt.

Zugleich werteten die Anleger die am Mittwochabend veröffentlichten Protokolle der jüngsten Fed-Sitzung als Hinweis darauf, dass eine weitere Anhebung der Leitzinsen in den USA erst einmal nicht ansteht. Den Notenbankern bereitet die niedrige Inflation Kopfschmerzen.

Südkorea sticht heraus

Der MSCI-Index für die Aktien ausserhalb Japans notierte 0,4 Prozent im Plus. Zu den grössten Gewinnern gehörte erneut der Index in Südkorea, der 0,6 Prozent im Plus lag. Auch in Shanghai zogen die Kurse an. Dagegen gab der Nikkei-Index 0,14 Prozent auf 19’702 Punkte nach. Vor allem Exportfirmen machte der anziehende Yen zu schaffen.

Wenig Beachtung fand, dass die japanischen Exporte im Juli dank einer starken Nachfrage aus dem Ausland den achten Monat in Folge zulegten. Zuvor hatten die zunehmenden Spannungen zwischen US-Präsident Donald Trump und der heimischen Wirtschaft die Stimmung an der Wall Street gedämpft. Auslöser war die Auflösung von zwei Beratergremien mit Konzernchefs durch Trump.

 (reuters/mbü/jfr)

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