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Nordkorea: Schweizer Anleger bleiben in Deckung

Nordkorea: Schweizer Anleger bleiben in Deckung
Neue Börse in Zürich: Schwacher Tag hatte mehrere Ursachen. Keystone

Der Streit zwischen den USA und Nordkorea belastet die Börsen weltweit. Der SMI schloss am Donnerstag klar unter 9000 Punkten. Eine Aktie traf es aber aus einem anderen Grund besonders stark.

Der Schweizer Aktienmarkt hat am Donnerstag erneut nachgegeben und klar unter der Marke von 9'000 Punkten geschlossen. Die kriegerische Rhetorik und die Unberechenbarkeit der Situation würden die Investoren in Deckung gehen lassen, hiess es am Markt. Wer angesichts der Konfrontation nun Aktien kaufe, brauche «Nerven aus Stahl».

Von mehreren grossen Adressen gebe es bereits Verkaufsempfehlungen für Aktien, Potenzial werde dafür in Gold und Sachwerten gesehen, so ein Händler. Einige Marktteilnehmer machten sich nun bereit für eine grössere Korrektur.

Enttäuschende Konjunkturdaten

Mit einer ebenfalls deutlich schwächeren Eröffnung an den tonangebenden US-Börsen am Nachmittag fielen die Indizes an den europäischen Handelsplätzen dann noch weiter zurück. In New York wurde dabei auch auf etwas enttäuschende Konjunkturdaten verwiesen.

Der Swiss Market Index (SMI) schloss 0,86 Prozent tiefer bei 8949,86 Punkten. Der breite Swiss Performance Index (SPI) verlor 0,93 Prozent und ging bei 10'187,53 Zähler aus dem Handel.

Mehr von Adecco erhofft

Mit Adecco und Zurich legten zwei SMI-Schwergewichte Zwischenergebnisse vor. Der Personalvermittler Adecco (-6,4 Prozent) wies für das zweite Quartal zwar ein solides Wachstum aus, Analysten hatten sich allerdings nach starken Quartalszahlen der Konkurrenten Manpower und Randstad deutlich mehr erhofft.

Vergleichsweise gut hielten sich dagegen die Titel von Zurich (-0,4 Prozent). Der Versicherer hatte mit seinen Halbjahreszahlen die Vorgabe der Analysten sowohl beim Betriebsergebnis als auch beim Reingewinn übertroffen.

Während Analysten vor allem auf die gute Entwicklung auf der Kostenseite verwiesen, wurde jedoch die Ergebnisqualität kritisiert. Zudem kratzten die Aktien der Zurich bereits in den Tagen unmittelbar vor der Ergebnisveröffentlichung erstmals seit zwei Jahren an der Marke von 300 Franken.

(sda/gku)

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