Ein Fass (159 Liter) Brent-Öl kostete am frühen Donnerstagmorgen mit 50,05 Dollar so viel wie seit dem 4. November nicht mehr. Erstmals seit sechs Monaten überschritt der Ölpreis damit die Marke von 50 Dollar pro Barrel. Innert eines Tages legte der Preis damit um 1,50 US-Dollar zu. Im Laufe des Donnerstag gab er wieder auf 49,65 Dollar nach. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) sank um neun Cent auf 49,49 Dollar. Der WTI-Preis hatte zuvor 50,21 Dollar erreicht.

Die US-Lagerbestände hatten sich in der vergangenen Woche um 4,2 Millionen auf 537,1 Millionen Barrel verringert. Analysten hatten im Schnitt lediglich mit einem Rückgang von 2,5 Millionen Barrel gerechnet.

Überangebot auf Weltmarkt

Im Januar waren die Preise für beide Öl-Sorten bis auf unter 30 Dollar und damit den tiefsten Stand seit 2003 abgesackt. Vor knapp zwei Jahren hingegen hatten für die führende Sorte Brent noch 115 Dollar gezahlt werden müssen. Gründe für den anschliessenden Preisverfall waren unter anderem ein Überangebot auf dem Weltmarkt und eine eher schwache Konjunktur, unter anderem in China.

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(sda/reuters/chb/me)