Die norwegische Regierung schlug vor, dass sie künftig nur drei statt wie bisher vier Prozent des Fonds pro Jahr ausgeben darf. Dies wäre eine grosser Schritt, denn die bisherigen Regeln dazu sind seit 2001 in Kraft. Der Staatsfonds verwaltet ein Vermögen von rund 850 Milliarden Euro und ist damit der grösste seiner Art. Die Norweger haben ihn aus den Öl-Einnahmen aufgebaut und sehen ihn als eine Art Versicherung für die Zeit, wenn Öl- und Gasreserven auslaufen.

In den vergangenen Jahren hat der Fonds seine Anlagen von Europa weg verlagert - hin zu den USA und Asien. Zudem gab es Investitionen in Immobilien. Regierungschefin Erna Solberg signalisierte im Oktober, dass die Ausgabenpolitik der Regierung wegen der geringeren Rendite des Fonds geändert werden sollte.

Im Gespräch

Finanzministerin Siv Jensen sagte im Reuters-Interview, dass die rechtskonservative Minderheitsregierung dazu im Gespräch mit anderen Parteien sei. Sie liess aber offen, ob sie mit einer Mehrheit im Parlament für die Vorschläge rechne. «Mein Eindruck ist, dass es breites Einvernehmen dazu gibt, einen guten Rahmen für das Managen des Fonds zu finden», sagte Jensen nur.

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(reuters/chb)