Die Schweizer Börse hat am Dienstag schwächer tendiert. Kursverluste des Indexschwergewichts Novartis drückten den Leitindex in die Verlustzone. Der SMI notierte um 0,5 Prozent oder 48 Zähler tiefer mit 9435 Punkten. Am Vortag war der Leitindex um 0,4 Prozent gestiegen.

Die Anleger richteten ihren Blick vor allem auf die Firmenabschlüsse. Im Mittelpunkt standen die Ergebnisse der Arzneimittelhersteller Novartis und Actelion. Die Novartis-Aktie büsste zwei Prozent ein, was den Leitindex mit gut 40 Punkten belastete. Der Pharmariese sieht sich trotz eines Gewinneinbruchs im zweiten Quartal auf Kurs zu seinen Jahreszielen. Unter dem Strich verdiente der Konzern 1,86 Milliarden Dollar – nahezu ein Drittel weniger als ein Jahr zuvor. Analysten hatten einen Gewinn von 2,4 Milliarden Dollar erwartet.

Roche stärker als Actelion und Novartis

Die Actelion-Aktie sank nach dem Quartalsbericht um 0,8 Prozent. Europas grösste Biotech-Firma hob nach einem starken ersten Halbjahr die Gewinnprognose an und erwartet neu einen Anstieg des bereinigten Gewinns um 15 bis 19 Prozent. Bislang wurde ein Anstieg um einen niedrigen zweistelligen Prozentbetrag in Aussicht gestellt. «Wenig überzeugende Zahlen, aber ein guter Ausblick», sagte ein Händler.

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Der Genussschein von Rivale Roche, der seinen Halbjahresbericht am Donnerstag vorlegt, war eine Spur höher.

Geberit und Givaudan gefragt

Gefragt waren die Anteile der zyklischen Firmen Geberit und Givaudan. Die Aktien der Uhrenhersteller Swatch und Richemont gewannen 0,4 und 0,8 Prozent. Die Uhrenexporte sind im Juni gegenüber dem Vorjahresmonat nominal um 3,3 auf 1,929 Milliarden Franken gestiegen. Real ergab sich ein Minus von 0,5 Prozent.

Uneinheitlich präsentierten sich die Finanzwerte. Während die Versicherungen zu tieferen Kursen gehandelt wurden, zogen die Bankaktien leicht an. Credit Suisse und UBS legten marginal zu.

Schwache GF-Aktien

Am breiten Markt schwächten sich die Aktien von Georg Fischer um 0,7 Prozent ab. Der Anlagenbauer hat im ersten Halbjahr die Analystenschätzungen verfehlt. Im zweiten Halbjahr erwartet die Firma ein Ergebnis auf der Höhe der ersten sechs Monate.

Die Anteile von Molecular Partners kletterten um 4,7 Prozent nach oben. Die Biotechnologiefirma erhält von der Partnerfirma Allergan eine vorzeitige Meilensteinzahlung von 35 Millionen Dollar.

(reuters/ise/me)