Der Schweizer Pharmakonzern Novartis hat eine Rückschlag im Therapiebereich Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu verkraften. Der Wirkstoff Serelaxin verfehlte in einer spätklinischen Studie die Hauptziele, wie der Arzneimittelhersteller aus Basel am Mittwoch mitteilte.

Ziel des Tests der Phase III war es, die Zahl von Todesfällen nach einem akuten Herzversagen zu verringern oder eine Verschlechterung des Zustands der Patienten zu verhindern. Es ist nicht der erste Rückschlag für die auch unter der Bezeichnung RLX030 bekannte Arznei: Bereits 2014 hatten sich die Behörden in den USA und in der Europäischen Union gegen eine Zulassung ausgesprochen.

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Aktie sinkt

«Das ist eine grosse Enttäuschung», sagte ein Börsenhändler. «Wir haben Serelaxin als eine bedeutende Quelle für unsere langfristigen Erwartungen an Novartis gesehen.» Man habe dem Medikament einen Jahresumsatz von zwei Milliarden Dollar zugetraut. Die Novartis-Aktien sanken im Eröffnungshandel um 1,8 Prozent und gehörten damit zu den schwächsten Gesundheitswerten im Europa.

Novartis versucht derzeit, mit zusätzlichen Investitionen den Verkauf des Herzmedikaments Entresto anzukurbeln. Der schleppende Start des Hoffnungsträgers gilt als ein Hauptgrund für die Ertrags- und Kursschwäche des Konzerns.

(reuters/ise/me)