Vor allem Kursgewinne von Titeln aus dem Gesundheitssektor haben der Schweizer Börse am Dienstag Auftrieb verliehen. Die Anleger wetten Händlern zufolge auf gute Quartalsergebnisse. Zusätzlich Unterstützung bieten die Geldpolitik der Zentralbanken in China und der Euro-Zone sowie der anziehende Dollar, hiess es. Der SMI stieg um 0,7 Prozent auf 9310 Punkte.

Im Mittelpunkt standen Anteile aus der Gesundheits- und Life-Science-Branche. An die Spitze der Bluechips setzen sich Actelion mit einem Plus von 3,7 Prozent. Die Biotech-Firma übertraf dank der kräftig anziehenden Verkäufe des Lungenmedikaments Opsumit mit dem Quartalsergebnis die Markterwartungen deutlich und erhöhte die Gewinnprognose. Im grassierenden Übernahmefieber der Branche will Actelion einen kühlen Kopf bewahren.

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Novartis und Roche rücken vor

Die Aktien der Pharmaschwergewichte Novartis und Roche rückten 1,8 und 0,7 Prozent vor. «Die Leute decken sich vor den Quartalsberichten mit den Aktien der beiden Firmen ein», sagte ein Händler. Roche will am Mittwoch Umsatzzahlen für die ersten drei Monate veröffentlichen, die Quartalsbilanz von Novartis folgt am Donnerstag. «Die Erwartungen sind hoch», sagte ein Börsianer.

Zu den wenigen Verlierern gehörten die Aktien der Credit Suisse mit 2,9 Prozent Abschlag. Händler führten das auf Gewinnmitnahmen zurück. Die Belebung im Aktien- und Anleihenhandel hat der Grossbank das beste Quartalsergebnis seit zwei Jahren beschert. Die zweitgrösste Schweizer Bank steigerte den Reingewinn in den ersten drei Monaten um 23 Prozent auf 1,05 Milliarden Franken und schnitt leicht über den Analysten-Erwartungen ab. Konzernchef Brady Dougan legte damit einen soliden Abschluss vor, bevor er die Kommandobrücke Ende Juni dem Versicherungsmanager Tidjane Thiam überlässt . «Credit Suisse hat geliefert, was erwartet wurde», sagte ein Händler. Analysten spekulieren, dass die Bank unter dem neuen Konzernchef den Kapitalmarkt anzapfen könnte.

UBS-Titel legten zu

Die Aktien der UBS zogen 0,4 Prozent an. Das US-Justizministerium will einem Zeitungsbericht zufolge das Verfahren um mutmasslich manipulierte Devisenkurse gegen die UBS und vier weitere Grossbanken bis Mitte Mai beilegen. Die Behörde peile dabei einen Gruppenvergleich an, berichtete die «Financial Times» unter Berufung auf mit dem Fall vertraute Personen. Einige der Institute sollen jeweils rund eine Milliarde Dollar bezahlen müssen.

(reuters/ise)