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Bauchemie
Nun ist bei Sika ein weiterer US-Prominenter an Bord

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Eugene Fama: Der US-Nobelpreisträger prägt die Strategie des neuen Sika-Grossaktionärs DFA.

Quelle: Scott Olson / Getty Images

Der Erfolg von Sika lockt einen weiteren US-Prominenten an. Nobelpreisträger Eugene Fama gesellt sich zu Bill und Melinda Gates.

Veröffentlicht am 26.07.2018

Seit mehreren Jahren hat Sika prominente Grossaktionäre aus den USA: Microsoft-Gründer Bill Gates und seine Frau Melinda sind über ihre Gesellschaft Cascade beim Bauchemiekonzern investiert. Nun ist ein weiterer prominenter US-Investor beim Baarer Unternehmen eingestiegen. Dimensional Fund Advisors (DFA) hält eine Beteiligung von über einem Prozent, wie die «Bilanz» heute berichtet. Hinter dem Fonds steckt Nobelpreisträger Eugene Fama. Fama ist Direktor bei DFA und berät mit seinem nobelpreisgekrönten Wissen den Fonds beim Anlegen.

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DFA ist nur einer von vielen neuen Investoren bei Sika. Die Aktie des Bauzulieferers ist an der Schweizer Börse dank der glänzenden Geschäftszahlen heuer bereits um über zehn Prozent gestiegen. Und auch der weltgrösste Vermögensverwalter Blackrock hat seine Beteiligung auf 6,75 Prozent aufgestockt.

Bill und Melinda Gates haben über Cascade ihr Engagement ebenfalls verstärkt. Sie halten nun 5,3 Prozent an Sika, wie dem Halbjahresbericht zu entnehmen ist. Für die Gates' hat es sich gelohnt, dass sie auch während des Übernahmestreits von Sika mit Saint-Gobain dem Verwaltungsrat das Vertrauen schenkten. In dem jahrelangen Zwist zwischen dem französischen Konkurrenten und der Sika-Führung stellte sich Cascade öffentlich hinter das Management.

Traumhafte Rendite für die Gates'

Für Cascade hat sich das ausgezahlt: Ende 2014, als Saint-Gobain den Deal zur Übernahme von Sika öffentlich machte, notierte die Aktie bei rund 60 Franken. Damals besass Cascade einen Anteil von rund drei Prozent. Inzwischen ist der Kurs auf über 140 Franken hochgeschossen.

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Justin Howell: Der Kanadier vertritt Cascade im Sika-Verwaltungsrat.

Quelle: Keystone

Nicht nur finanziell hat es sich für Cascade gelohnt, am Engagement festzuhalten. Im Juni wurde der Vertreter der Gesellschaft, Justin Howell, in den Sika-Verwaltungsrat gewählt. Damit honorierte das Gremium wohl auch die Unterstützung der Gates' während den Übernahmewirren, welche Sika so lange belastet hatten.

(mbü)