Die Preise für Rohöl haben am Montag nahtlos an die Vorwochenverluste angeknüpft und ihren Preisverfall im Tagesverlauf wesentlich beschleunigt.

So wurde der Rohöl-Future auf die US-Sorte West Texas Intermediate zur Lieferung im Februar mit 46,37 Dollar je Barrel ermittelt, was einem Minus zum Freitag von 4,1 Prozent entsprach. Die Nordseesorte Brent verlor 4,5 Prozent und entfernte sich mit 47,87 Dollar je Barrel weiter von der erst in der letzten Woche unterschrittenen Marke von 50 Dollar.

Goldman Sachs senkt Prognosen

Analysten von Goldman Sachs haben unterdessen die eigenen Prognosen für den Ölpreis gesenkt. Die Ölpreise müssten für einen längeren Zeitraum in der Nähe von nicht mehr als 40 Dollar je Barrel bleiben, damit Investitionen in die Schieferölproduktion gekürzt würden, um den Markt wieder ins Gleichgewicht zu bringen, schrieben die Analysten der US-Bank um Jeffrey Currie in New York. «Die Suche nach einem neuen Gleichgewicht hält an», hiess es in der Studie.

Gold wurde 0,2 Prozent höher bei 1226,95 Dollar je Unze gehandelt. Investoren spekulierten nach den jüngsten Arbeitsmarktdaten aus den USA, dass die US-Notenbank sich bei der Anhebung der Zinsen weiter Zeit lassen werde. Das erhöhte die Attraktivität von Gold etwas. Mit Blick auf die Entwicklung in dieser Woche schrieb Huang Wei, Analyst bei Huatai Great Wall Futures Co. Seoul, er sehe aufgrund der Risikoaversion in Europa im Zusammenhang mit Griechenland weitere Unterstützung für den Goldpreis.

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(bloomberg/ise)