Die Ölpreise sind am Montag den zweiten Tag in Folge gefallen. Rohöl der Sorte WTI zur Lieferung im Oktober gab 1,7 Prozent auf 45,25 Dollar je Barrel nach, Brent-Futures verbilligten sich um 0,9 Prozent auf 48,75 Dollar je Barrel.

Am Markt wurde spekuliert, dass es der Opec angesichts des weltweiten Überangebots nicht gelingen könnte, die Preise zu stabilisieren. Zudem drückten Sorgen, dass sich die Nachfrage aus China abschwächen könnte, die Notierungen.

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Ölpreise im China-Sog

Der Shanghai Composite Aktienindex hatte am Montag mit einem Minus von 2,5 Prozent geschlossen; es war der vierte Verlusttag in Folge.

«Das Öl folgt dem chinesischen Aktienmarkt nach unten», sagte Bjarne Schieldrop, Leitender Rohstoffanalyst bei SEB AB in Oslo. «Es gibt aber auch positive Daten, zum Beispiel die Zahl der US-Bohrplattformen, die sich diese Woche positiv auf die Ölpreise auswirken könnten.»

Goldpreis sinkt

Gold verlor am Kassamarkt 0,2 Prozent auf 1119,55 Dollar je Unze. Den zweiten Tag in Folge verkauften Investoren Edelmetall aus börsengehandelten Fonds. Am Freitag hatten die Notierungen bereits nachgegeben, als Arbeitsmarktdaten aus den USA für August einen Rückgang der Arbeitslosenquote auf 5,1 Prozent gezeigt hatten, den tiefsten Stand seit April 2008. Damit stieg die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung durch die US- Notenbank. Diese entscheidet kommende Woche über eine mögliche Anhebung.

«Wir hatten eine recht unstete Preisentwicklung im Gefolge der Arbeitsmarktdaten am Freitag», sagte Jonathan Butler, Edelmetallstratege bei Mitsubishi Corp. in London. «Der Handel dürfte ruhig bleiben, wegen des Feiertags in den USA und weil alle Augen auf die Fed nächste Woche gerichtet sind.» In den USA sind die Märkte am heutigen Montag wegen des «Labour Day» geschlossen.

(bloomberg/ise)