Die anhaltenden Kämpfe in Libyen haben den Ölpreis am Freitag weiter in die Höhe getrieben. Ein Fass der US-Sorte WTI kostete mit 111.24 Dollar 0,9 Prozent mehr als am Donnerstag. Brent-Öl verteuerte sich um 0,7 Prozent auf 123.56 Dollar.

Damit waren beide so genannten Futures so teuer wie seit August 2008 nicht mehr. Für Verunsicherung sorgten Analysten zufolge Angriffe auf die libysche Öl-Infrastruktur.

Der Ölpreis sei inzwischen auf ein Niveau gestiegen, das die Nachfrage dämpfe, betonte ein Rohstoffanalyst der Bank Société Générale. In den USA lasse sich dies bereits beobachten. Denn dort werde Öl nicht subventioniert und auch kaum besteuert.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) warnte vor Versorgungsengpässen und hält einen Anstieg des Ölpreises auf bis zu 150 Dollar für möglich.

(laf/awp)