An den Aktienmärkten in Fernost hat am Mittwoch der gesunkene Ölpreis den Investoren die Kauflaune verdorben. Wie schon zuvor an der New Yorker Wall Street schürte der Preisrückgang Konjunktursorgen. Anleger befürchteten, dass die Nachfrage versiegen und das globale Wirtschaftswachstum abnehmen könnte. Dies überschattete auch die Aufnahme Chinas in den vielbeachteten MSCI-Index für Schwellenländer, die der Volksrepublik erst im vierten Anlauf gelang.

Die Öl-Sorte Brent aus der Nordsee kostete 46,02 Dollar je Barrel und blieb damit in Sichtweite ihres Sieben-Monats-Tiefs vom Dienstag. In Tokio drückte zudem ein leichter Anstieg des Yen auf die Kurse. Der japanische Leitindex Nikkei gab 0,45 Prozent auf 20'138 Punkte nach. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans rutschte 0,8 Prozent ab. Zu den grössten Verlierern gehörte der rohstofflastige Index in Australien. Auch die Märkte in Hongkong und im südkoreanischen Seoul gaben nach. Die Börse in Shanghai notierte dagegen wenig verändert.

Toshiba im Fokus

Bei den Einzelwerten standen Toshiba-Aktien im Fokus. Der angeschlagene japanische Technologiekonzern hat ein von der heimischen Regierung angeführtes Konsortium als bevorzugten Bieter für seine florierende Chipsparte ausgewählt. Anleger zeigten sich dennoch unsicher darüber, ob der Deal schnell über die Bühne gehen kann. Toshiba-Papiere gaben rund zwei Prozent nach.

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Der Euro bewegte sich am Devisenmarkt in Fernost kaum. Er trat bei 1,1131 Dollar auf der Stelle. Zur japanischen Währung gab der Dollar dagegen leicht auf 111,19 Yen nach.

(sda/ise/mbü)