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Ölpreise auf Sieben-Monats-Tief

Ölpreise auf Sieben-Monats-Tief
Öl: Libyen und Nigeria sind von der Opec-Förderbegrenzung ausgenommen. Keystone

Eine höhere Ölproduktion in Libyen und Nigeria sowie Spekulationen auf eine weitere Ölschwemme drücken auf die Preise. Die Sorte Brent ist so günstig wie schon lange nicht mehr.

Spekulationen auf eine anhaltende Ölschwemme haben die Preise für den Rohstoff am Dienstag wieder auf Tauchstation geschickt. Die richtungsweisende Sorte Brent aus der Nordsee verbilligte sich um bis zu 2,3 Prozent auf 45,85 Dollar je Barrel (159 Liter). Das war der tiefste Stand seit mehr als sieben Monaten.

US-Leichtöl WTI gab 2,2 Prozent nach auf 43,22 Dollar – ebenfalls ein Sieben-Monats-Tief. Analysten führten den Preisrückgang auf eine höhere Ölproduktion in Libyen und Nigeria zurück, die von der Förderbegrenzung der Opec-Staaten ausgenommen sind.

Brent-Preis könnte auf 45 Dollar fallen

«Die jüngsten Produktionsdaten sind alles andere als ermutigend», erklärten die Experten der US-Investmentbank Morgan Stanley. Auch die Ölproduktion in den USA, die nicht Mitglied des Opec-Kartells sind, nimmt seit einigen Monaten stetig zu. Rohstoffanalyst Tamas Varga vom Londoner Broker PVM Oil Associates schliesst nicht aus, dass der Preis für Brent bald auf 45 Dollar fällt. Der saudi-arabische Energieminister Khalid al-Falih betonte dagegen in einer Londoner Branchenzeitung, der Ölmarkt sei auf dem Weg in die richtige Richtung. Er brauche jedoch noch eine gewisse Zeit, um sich auszubalancieren.

Die 13 Staaten der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) und elf weitere Länder hatten im Mai eine Verlängerung ihrer Öl-Produktionsgrenze um neun Monate bis März 2018 beschlossen, um die Preise zu stabilisieren. Mitte 2014 hatte ein Fass Öl noch mehr als 100 Dollar gekostet.

(reuters/cfr/mbü)

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