Die Ölpreise haben am Freitag starke Gewinne verzeichnet und damit ihre kräftige Erholung weiter ausgebaut. Am Mittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im März 58,80 US-Dollar und damit 2,23 US-Dollar mehr als am Donnerstag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 2,12 Dollar auf 52,62 Dollar.

Im Vergleich zu ihrem Tief im Januar, als die Preise so niedrig waren wie seit 2009 nicht mehr, haben die Ölpreise um über 25 Prozent zugelegt. «Viele Anleger sehen den Ölpreis als günstig an und möchten am erwarteten Preisanstieg teilnehmen», kommentierten Experten der Commerzbank.

Keine nachhaltige Trendwende

Für eine nachhaltige Preiserholung sei es aber noch zu früh. Die globalen Ölmärkte sind weiterhin von einem Überangebot geprägt. So senkte der wichtige Produzent Saudi-Arabien am Donnerstag erneut die Preise für Kunden in Asien, um seine Marktanteile zu verteidigen.

Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder ( Opec) ist gefallen. Das Opec-Sekretariat meldete am Freitag, dass der Korbpreis der Ölsorten des Kartells am Donnerstag bei 50,81 US-Dollar gelegen habe. Das waren 1,41 Dollar weniger als am Mittwoch. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der zwölf wichtigsten Sorten des Kartells.

(awp/ise/me)

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