Die Ölpreise sind am Mittwoch nach vier aufeinander folgenden Tagesgewinnen zunächst gefallen. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im März 57,75 US-Dollar und damit 15 Cent weniger als am Dienstag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 63 Cent auf 52,43 Dollar. Gegen den Mittag geben beide Sorten mindestens zwei Prozent nach.

Nach einer kurzen Erohlung setzen hohe Lagerbestände dem Ölpreis zu. Die richtungsweisende Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee verbilligte sich um 2,2 Prozent auf 56,62 Dollar je Barrel. Das US-Öl WTI rutschte sogar um drei Prozent auf 51,46 Dollar ab. In den vergangenen Tagen hatte die Stilllegung von Ölbohrungen in den USA den Preis jeweils um bis zu zehn Dollar in die Höhe getrieben. Die Ölsorte Brent schliesst bei 55,33 Dollar und WTI bei 48,34 Dollar.

Den Angaben des American Petroleum Insitute (API) vom Dienstagabend zufolge stiegen die US-Rohölbestände in der abgelaufenen Woche um rund sechs Millionen Barrel und damit fast doppelt so stark wie gedacht.

Setzt sich die Opec durch?

Damit könnte die Strategie des Ölkartells Opec aufgehen, das unter Führung von Saudi-Arabien die US-Schieferölindustrie mit Kampfpreisen aus dem Markt drängen will.

Trotzdem dürfte in den kommenden Monaten weiter ein Überangebot auf dem Weltmarkt bestehen. Das Emirat Abu Dhabi kündigte am Dienstag an, seine Preise weiter zu senken. Die Preise des wichtigen Ölproduzenten sind damit so niedrig wie seit 2009 nicht mehr.

(tno/ama mit Material von awp/reuters)