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Prognose
Opec sagt Ende der Ölschwemme voraus

Ölpumpe: Die Preise für den Rohstoff könnten bald steigen. Keystone

Aus Sicht der Opec wird das Überangebot am Ölmarkt bald vorbei sein: Schon ab dem Herbst wird demnach die Nachfrage das Angebot übersteigen. Für diese Entwicklung ist auch die Opec verantwortlich.

Veröffentlicht am 12.07.2016

Die Opec erwartet fürs kommende Jahr eine Reduzierung des Überangebots an Rohöl auf dem Weltmarkt wegen steigender Nachfrage und sinkender Förderung. Schon in dritten Quartal dieses Jahres werde die Nachfrage höher als das Angebot liegen, hiess es im Monatsbericht des Kartells. Dieser Trend werde sich fortsetzen. «Die Marktbedingungen werden 2017 dabei helfen, die überschüssigen Öl-Vorräte abzubauen.» Andere Experten gehen allerdings davon aus, dass die auf mindestens 300 Millionen Fass geschätzten Lagerbestände erst 2018 abgebaut sein werden.

Die Öl-Preise haben sich seit 2014 etwa halbiert. Die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) hatte sich damals geweigert, die Produktion zu drosseln, damit Mitgliedstaaten in einem Umfeld mit niedrigeren Preisen Marktanteile gewinnen konnten.

Die Strategie ist aufgegangen

Dem Opec-Bericht für Juni zufolge könnte diese Strategie aufgegangen sein: Demnach geht das Kartell davon aus, dass die anderen Produzenten in diesem Jahr 880’000 Barrel Öl pro Tag (bpd) und im kommenden Jahr 110’000 bpd weniger fördern werden. Die weltweite Nachfrage werde 2017 vermutlich um 1,15 Millionen bpd steigen und damit etwas weniger als die 1,19 Millionen bpd, die fürs laufende Jahr erwartet werden.

 (awp/mbü/gku)

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