Die ölproduzierenden Länder wollen sich Opec-Insidern zufolge in einem Monat auch ohne den Iran an einen Tisch setzen, um über die geplante Förderbremse zu beraten.

Das Fernbleiben des Iran sei zwar nicht ideal, aber kein Hindernis für ein Abkommen, hiess es in Opec-Kreisen. Dafür sei der politische Druck zu gross, den Ölpreis zu stabilisieren. Als Termin für das Treffen von Opec- und Nicht-Opec-Staaten in Katars Hauptstadt Doha nannte Katars Energieministerium den 17. April.

Iran als Hauptstreitpunkt

Russlands Energieminister Alexander Nowak hatte bereits am Montag gesagt, ein entsprechendes Abkommen könnte noch im April unterschrieben werden und den Iran ausnehmen. Nach jahrelangen Sanktionen dränge der Iran gerade erst wieder auf den Ölmarkt zurück und fordere daher zurecht, von einer Begrenzung auf das Niveau vom Januar befreit zu werden.

Irans Forderung nach einer Sonderbehandlung bei der geplanten Öl-Förderbremse gehört zu den Hauptstreitpunkten der grossen Produzenten. Am Mittwoch wurde Öl der Sorte Brent mit 39 Dollar pro Fass gehandelt, nachdem der Preis im Januar auf ein 12-Jahres-Tief von 27,10 Dollar gefallen war. Um den Preisverfall zu stoppen, hatten sich Saudi-Arabien, Venezuela und Katar mit dem Nicht-Opec-Mitglied Russland vorläufig darauf verständigt, ihre Produktion auf dem Niveau vom Januar einzufrieren.

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(reuters/ise/chb)