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Aktionärsrechte
Orell-Füssli-Investor fordert Gleichbehandlung

Orell Füssli
Orell Füssli: Veraison stellt umstrittenen Antrag.Quelle: Keystone

Aktionär Veraison verlangt die Einführung einer Opting-Up-Schwelle. Der Verwaltungsrat stellt sich gegen das Vorhaben.

Veröffentlicht am 09.04.2018

Der Orell-Füssli-Aktionär Veraison hat für die kommende Generalversammlung ein Traktandierungsbegehren eingereicht. Mit der Einführung einer Opting-up-Schwelle von 34 Prozent soll die Gleichbehandlung aller Aktionäre sichergestellt werden, schreibt Veraison am Montag in einer Mitteilung.

Der Verwaltungsrat von Orell Füssli beantragt die Ablehnung des Antrags. Gemäss letzten Angaben besitzt Veraison einen Anteil von 8,4 Prozent an Orell Füssli.

Besondere Stellung der Nationalbank

Mit dem Traktandierungsbegehren zielt die Investorengruppe auf die besondere Stellung der Schweizerischen Nationalbank im Aktionariat ab. Die SNB hält einen Anteil von 33,34 Prozent am Traditionsunternehmen.

Für die SNB ist statuarisch eine Ausnahme für die gesetzliche Angebotspflicht formuliert worden, die ein Pflichtangebot für alle Aktionäre beim Überschreiten von der Schwelle von 33,3 Prozent vorsieht, heisst es in den Unterlagen zur Generalversammlung vom 8.Mai 2018. So muss die SNB gemäss der Opting-Up-Klausel erst ein Pflichangebot lancieren, falls die Grenze von 50 Prozent überschritten wird.

Gleichbehandlung sicherstellen

Veraison will mit dem Vorstoss nun erwirken, dass eine generelle Opting-Up-Klausel von 34 Prozent eingeführt wird, die für alle Aktionäre gilt. Damit würde die Gleichbehandlung aller Aktionäre sichergestellt, heisst es in der Mitteilung.

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