Ex-UBS-Chef Oswald Grübel sieht die Krise als Anlagechance: Gefragt nach den übergeordneten Ereignissen Finanz- und Eurokrise sagt er im Interview mit dem Anleger-Magazin «Stocks»: «Das sind doch keine übergeordneten Ereignisse. Das sind Anlageopportunitäten!» Wenn alle den Weltuntergang verkündeten, sei Kaufzeit.

Grübels Prognose: «Die Aktienmärkte sehen bis Ende des dritten Quartals noch gut aus, dann könnte eine Korrektur kommen.» Die Anleihenmärkte würden bis ins vierte Quartal hinein noch gut laufen. «Und ich gehe davon aus, dass der Euro sich nochmals abschwächen wird», so der 68-Jährige. «Aber auch das ist vielleicht eine Opportunität.» Inflationsrisiken bereiten Grübel derweil keine Sorgen: «Inflation ist weit weg.»

Wichtigster Faktor für die Anlageanalyse sei zurzeit die Politik, so Grübel. Sie habe die Entscheidungen über Wirtschaftsfragen übernommen. «Die Politik steht im Moment über allem», sagt der ehemalige CEO.

Ausserdem empfiehlt er, bei Firmen-Investments das Top-Management unter die Lupe zu nehmen: Es sei «unabdingbar zu wissen, wer das Unternehmen führt», sagt Grübel. «Ich bin überzeugt, dass die meisten aller Unternehmenspleiten oder -desaster auf Fehlentscheide des Managements oder des Unternehmenschefs zurückzuführen sind.»

Anzeige

Lesen Sie das ganze Interview mit Oswald Grübel in der neuen Ausgabe des Anleger-Magazins «Stocks» - jetzt mit neuem Erscheinungsbild und grösserem Umfang von fast hundert Seiten.