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Stabil
Pensionskassen verdauen Frankenschock gut

Franken-Euro-Thema an der Basler Fasnacht: Pensionkassen holen Verluste auf. Keystone

Im ersten Quartal sind die Reserven der Schweizer Pensionskassen stabil geblieben. Die privatrechtlichen Institute kamen allerdings leicht besser weg als die öffentlichen.

Veröffentlicht am 20.04.2015

Die Schweizer Pensionskassen haben den im Januar erfolgten Einbruch aufgrund der Aufhebung der Euro-Untergrenze durch die SNB gut verdaut. Die Wertschwankungsreserven der privatrechtlichen Pensionskassen blieben praktisch auf dem Niveau des Vorquartals, die der öffentlich-rechtlichen Kassen ging leicht zurück, wie der Fondsspezialist Swisscanto mitteilte.

Bei den im «Pensionskassen-Monitor» erfassten privatrechtlichen Pensionskassen stieg der vermögensgewichtete Deckungsgrad im ersten Quartal um 0,4 Prozentpunkte auf 116,3 Prozent an. Der Deckungsgrad der öffentlich-rechtlichen Kassen mit Vollkapitalisierung nahm hingegen um 0,4 Punkte auf 105,8 Prozent ab.

Rendite zwischen 1 und 1,5 Prozent

Die erfassten öffentlich-rechtlichen Kassen mit Staatsgarantie, bei welchen eine Teilkapitalisierung von 80 Prozent zulässig ist, weisen einen Anstieg des Deckungsgrades um 0,2 Prozentpunkte auf 78,1 Prozent aus. Per Ende März befinden sich den Hochrechnungen zufolge 21 Prozent – gegenüber 18 Prozent im Vorquartal – der öffentlich-rechtlichen Kassen mit Vollkapitalisierung in Unterdeckung.

Die nach der Struktur des Vermögens (Asset Allocation) errechnete Performance ergibt für die erfassten Vorsorgeeinrichtungen für den Zeitraum 1. Januar 2014 bis 31. März 2015 eine geschätzte vermögensgewichtete Rendite von 9,3 Prozent. Die geschätzte Rendite für das erste Quartal beträgt 1 Prozent bis 1,5 Prozent.

Vermögen von 506 Milliarden

Grundlage für die aktuellen Schätzungen im «Pensionskassen Monitor» per Ende März 2015 bilden die Ende 2014 gemachten Angaben von 370 Vorsorgeeinrichtungen. Die Schätzungen sind dabei Hochrechnungen aufgrund der Marktentwicklungen und der von den Umfrageteilnehmern zu Beginn des Jahres 2014 gewählten Anlagestrategie. Die Einrichtungen verwalten zusammen insgesamt ein Vermögen von 506 Milliarden Franken.

(awp/dbe/ama)

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