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Pfund rutscht nach Grossbritannien-Wahl ab

Pfund: auf tiefstem Stand seit dem 18. April.   Keystone

Die britische Premierministerin Theresa May verliert ihre Mehrheit im britischen Parlament. Das hat das Pfund auf Talfahrt geschickt.

Veröffentlicht am 09.06.2017

Das britische Pfund hat seine Talfahrt am Freitag nach dem Wahl-Desaster für die regierenden Konservativen fortgesetzt. Nach einem kräftigen Einbruch in der vergangenen Nacht ging es am Morgen aber nur noch vergleichsweise leicht nach unten.

Zuletzt erreichte der Kurs bei 1,2686 US-Dollar den tiefsten Stand seit Mitte April. Seit der Veröffentlichung der ersten Hochrechnungen hat das Pfund mittlerweile mehr als zwei Prozent an Wert eingebüsst.

Tiefster Stand seit Mitte Januar

Die kräftigen Kursverluste zeigten sich auch im Handel mit dem Euro. Hier erreichte der Kurs der britischen Währung am Morgen bei 1,1324 Euro den tiefsten Stand seit Mitte Januar. Auch zum Euro hat das Pfund seit den ersten Hochrechnungen etwas mehr als zwei Prozent an Wert verloren.

Die vorgezogenen Parlamentswahlen haben sich zu einem Desaster für die Premierministerin Theresa May entwickelt. Ihre konservative Partei hat die absolute Mehrheit im britischen Parlament verloren. Die Tories hatten am Freitagmorgen rechnerisch keine Chance mehr, über die Hälfte der 650 Wahlkreise zu gewinnen.

Komplizierte Regierungsbildung

Grossbritannien steht damit kurz vor Beginn der Verhandlungen über den EU-Austritt eine komplizierte Regierungsbildung bevor. May hatte die vorgezogene Wahl im April mit dem Ziel ausgerufen, die Regierungsmehrheit ihrer Partei im Unterhaus zu vergrössern und sich mehr Rückhalt für die Verhandlungen über den EU-Austritt zu verschaffen.

(reuters/cfr/gku)

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