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Rohstoffe
Platinpreis klettert auf 14-Monats-Hoch

«Pd»: Das Elementsymbol für Palladium. Keystone

Seit Wochen steigt der Preis für die beiden Industriemetalle Platin und Palladium. Platin steuert sogar auf den höchsten Monatsgewinn seit Jahren zu. Das ist ein gutes Zeichen für die Weltwirtschaft.

Veröffentlicht am 28.07.2016

Platin und Palladium setzen ihren Höhenflug fort. Ersteres stieg am Donnerstag um bis zu 1,9 Prozent auf ein 14-Monats-Hoch von 1154,20 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm). Letztere markierte mit 708 Dollar den höchsten stand seit vergangenem Oktober. Gold stagnierte dagegen bei 1339,30 Dollar.

Ein Grund für die Rally sei der bessere Konjunkturausblick der US-Notenbank, schrieben die Analysten der Commerzbank in einem Kommentar. Fed-Chefin Janet Yellen hatte im Anschluss an die Bekanntgabe des Zinsentscheids am Mittwochabend, dass sich die Risiken für die US-Wirtschaft verringert hätten. Ausserdem verwies sie auf den starken Arbeitsmarkt der weltgrössten Volkswirtschaft.

Industrie- statt Edelmetall

Platin und Palladium reagieren üblicherweise stark auf Veränderungen der Konjunkturaussichten. Da sie zur Herstellung von Auto-Katalysatoren benötigt werden, sehen Anleger die beiden eher als Industrie- statt als Edelmetall.

Mit der Kursrally der vergangenen Wochen steige aber die Gefahr von Rückschlägen, warnten die Commerzbank-Experten. «Platin- und Palladium-ETFs verzeichnen nach wie vor keine beziehungsweise kaum Zuflüsse. Das heisst der Preisanstieg dürfte zu einem Grossteil spekulativ getrieben sein.»

Platin-Rally

In den vergangenen vier Wochen stiegen die Preise für die beiden Edelmetalle um jeweils etwa 20 Prozent. Platin steuert damit auf den grössten Monatsgewinn seit viereinhalb Jahren zu. Bei Palladium wäre es sogar das grösste Plus seit Anfang 2008.

Die Edelmetall-Bestände börsennotierter Platin- und Palladium-Fonds stagnierten dagegen bei jeweils rund 60 Tonnen.(

(reuters/ise/me)

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