Die Schweizer Börse hat sich am Mittwoch wenig verändert. Die Standardwerte bewegten sich mehrheitlich in engen Spannen. Gefragt waren Anteile von Banken. Händler sagten, nachdem die UBS in den USA weniger Busse zahle als befürchtet, beurteilten die Anleger die Aussichten für Banktitel besser. Der SMI stieg um 0,1 Prozent auf 9308 Punkte. Am Dienstag war der Leitindex um 1,1 Prozent gestiegen.

Angeführt von UBS zogen Bankaktien auf breiter Front an. Die UBS-Titel zogen 2,9 Prozent an. Die grösste Schweizer Bank wird erneut von den Sünden der Vergangenheit eingeholt. US-Behörden brummten der UBS wegen Manipulationen bei Devisen und Referenzzinsen Strafen von insgesamt 545 Millionen Dollar auf. Das Institut sei Teil einer branchenweiten Einigung im Devisenskandal. «Das ist weniger als befürchtet», sagte ein Händler.

CS im UBS-Fährwasser

Die Aktien der Credit Suisse legten 1,8 Prozent zu und die von Julius Bär gewannen 1,6 Prozent. Dagegen standen Versicherungstitel europaweit unter Abgabedruck. Die Aktien von Zurich notierten am Tag vor einer Investorenveranstaltung um 0,3 Prozent leichter.

Die als krisensicher geltenden Marktschwergewichte Novartis, Roche und Nestle schwächten sich nach den jüngsten Gewinnen ab.

Holcim-Aktien sinken

Uneinheitlich waren die Anteile zyklischer Firmen. Holcim sanken um 0,8 Prozent. Der Zementkonzern will im Zuge der Fusion mit Lafarge in der Schweiz 120 Stellen streichen. Lafarge kündigte den Abbau von 380 Stellen an.

Am breiten Markt fielen GAM Holding mit einem Kursplus von zwei Prozent auf. Goldman Sachs stufte den Asset Manager auf «Buy» von «Neutral» hoch. Die Aktien von Gategroup sanken am Tag vor dem Quartalsbericht um 2,6 Prozent. Händler sagten, Anleger befürchteten ein schwaches Ergebnis der Catering-Firma. Die Analysten der Zürcher Kantonalbank prognostizieren einen Verlust von 20 Millionen Franken.

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(reuters/ise)