Der Devisenmarkt ist der grösste Markt der Welt. Schätzungsweise 3,2 Billionen Dollar werden pro Tag gehandelt. Jeder von uns nimmt - bewusst oder unbewusst - an diesem Markt teil, indem wir zum Beispiel ins Ausland reisen, ein deutsches Auto kaufen, das in Osteuropa produziert wurde, in ausländische Aktien investieren oder einfach, weil die Pensionskasse Devisen aktiv bewirtschaftet.

Obwohl mit Devisen interessante Renditen erzielt werden können und diese Anlagenklasse gute Diversifikationsmöglichkeiten bietet, wurden Devisen als Anlageform von Privatinvestoren lange vernachlässigt. Bisher waren es vor allem Grossanleger, die die Vorzüge dieses Marktes erkannten. Nun rücken Devisen mehr und mehr auch bei Anlageüberlegungen von Privatinvestoren in den Vordergrund.

Zugang mit Derivaten einfacher

Auf den ersten Blick ist es nicht einfach nachzuvollziehen, weshalb sich eine Währung gegenüber einer anderen aufwertet oder abschwächt. Viele Investoren scheint es zu verunsichern, dass es in der Devisenwelt keine Bären- oder Bullenmärkte gibt. Wer sich aber ein genaues Bild vom Devisenmarkt mittels Fundamental- oder Chartanalyse macht, kann sich neue Renditemöglichkeiten erschliessen und sein Portefeuille massgeblich optimieren.

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Der Einsatz von strukturierten Produkten hat den Zugang zum Devisenmarkt deutlich vereinfacht und ermöglicht es Privatinvestoren, flexibel und kostengünstig an diesem Markt teilzunehmen.Strukturierte Produkte bieten Anlagemöglichkeiten für alle Investoren, da sie ihrem Risikoprofil entsprechend von der Entwicklung einer oder mehrerer Währungen profitieren können. Das Spektrum von Basiswerten und möglichen Rendite-Risiko-Eigenschaften ist breiter als je zuvor und aktuelle Marktopportunitäten können genutzt werden.

Bis vor einigen Jahren waren strukturierte Produkte hauptsächlich auf einzelne Wechselkurse fixiert. Im Fokus standen vor allem die Währungen der führenden Industriestaaten. In den letzten Jahren hat die Vielfalt und Anzahl an neuen Basiswerten spürbar zugenommen. So stehen nicht nur traditionell bekannte Fremdwährungen zur Verfügung, sondern auch Währungen der Wachstumsmärkte. Dazu gehören auch nicht frei handelbare Währungen wie zum Beispiel der chinesische Renminbi.

Erhöhte Nachfrage bei Baskets

Weiter ist auch das Interesse an sogenannten «Währungskörben» gestiegen. Diese erlauben es, mit dem Kauf eines strukturierten Produktes gleichzeitig in mehrere Währungen zu investieren. Gleiches gilt auch für Indizes, die ebenfalls vermehrt Zuspruch bei Investoren finden. Ein Grund dafür ist, dass sie sich durch besondere Transparenz auszeichnen. Die Mehrheit solcher Indizes ist darüber hinaus dynamisch und ihnen liegen innovative Modelle zugrunde. Indem sie Markteffizienzen systematisch ausnutzen und in vielen Fällen ebenfalls mit Mechanismen zur Risikokontrolle ausgestattet sind, ermöglichen sie es den Anlegern, vom Devisenmarkt effizient und risikobewusst zu profitieren.

Reverse Convertibles beliebt

Strukturierte Produkte bieten den Investoren nicht nur bei der Auswahl der Basiswerte Flexibilität, sondern auch durch ihre vielfältigen Produktgestaltungs- und Einsatzmöglichkeiten.

Im aktuellen Marktumfeld - das durch historisch tiefe Zinsen geprägt ist - sind die Anleger auf der Suche nach Alternativen zu Geldmarktanlagen, um ihre Renditen zu optimieren. In diesem Kontext ziehen Reverse Convertibles zunehmend Anleger an. Diese Instrumente können als Wertpapier oder Finanzkontrakt (OTC) ausgestaltet sein. Sie weisen in der Regel Laufzeiten von einem bis drei Monaten auf und bieten eine fest definierte Couponzahlung. Je nach Entwicklung des zugrunde liegenden Währungspaares erfolgt die Rückzahlung in der Anlagewährung oder in einer im Voraus bestimmten alternativen Währung. Diese Anlageform ist für Anleger mit Bedarf in verschiedene Fremdwährungen besonders interessant.

Die Risikobereitschaft sowie die Bedürfnisse jedes Anlegers sind unterschiedlich. Eine individuelle Beratung durch einen Kundenberater oder eine Kundenberaterin der Bank lohnt sich auf jeden Fall.