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Preis-Rally: Dämmerung zieht auf am Ölmarkt

Sonne über einem Ölfeld: Die Stimmung am Markt hellt sich auf. Keystone

Die Ölpreise haben zu einer Erholungs-Rally angesetzt. Zuletzt stieg das Niveau so stark an wie seit April nicht mehr. Händler sprechen davon, dass endlich der Boden erreicht ist.

Veröffentlicht am 07.10.2015

Die Ölpreise haben am Mittwoch ihre starken Vortagsgewinne ausgebaut. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im November 52,47 US-Dollar. Das waren 55 Cent mehr als am Dienstag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 83 Cent auf 49,36 Dollar.

Am Dienstag hatten die Ölpreise um mehr als zwei Dollar zugelegt. Ausschlaggebend waren mehrere Faktoren, die auf ein künftig höheres Preisniveau hindeuten könnten. Zum einen hatte die US-Energieagentur EIA ihre Prognose für die weltweite Ölnachfrage im kommenden Jahr erhöht. Zum anderen hatte der Exekutivdirektor der Internationalen Energieagentur IEA von stark rückläufigen Investitionen im Ölsektor berichtet – IEA-Exekutivdirektor Fatih Birol sprach am Dienstag vom «grössten Investitionsrückgang der Geschichte». Die Ölproduktion von Staaten ausserhalb des Ölkartells Opec dürfte mithin 2016 deutlich fallen.

Längste Rally seit April

Dazu kommt, dass die Zahl der US-Bohrlöcher zuletzt massiv sank. Ausserdem nährt das militärische Vorgehen Russlands in Syrien die Sorge einer weiteren Eskalation der Lage in der ölreichen Region. Unterm Strich resultiert deshalb die längste Ölpreis-Rally seit April.

Händler sprechen bereits davon, dass sich die Stimmung im Markt wieder aufhelle. «Die Ölpreise haben einen Boden gefunden», sagt der in Sydney domizilierte Rohstoffexperte Jonathan Barratt gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg.

(awp/ise/ama)

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