IT UND TELEKOM. Der Entwicklung neuer Zusatzdienste für alle Kommunikationskanäle scheinen keine Grenzen gesetzt. Wer innoviert und riskiert, wird ausgezeichnet honoriert – sofern das Produkt beim Kunden Anklang findet. Solche Innovationen kommen nicht alle Tage auf den Markt, doch zwischenzeitlich bieten die Bereitstellung, die Pflege und der Ausbau bestehender Technologien das Gerüst für eine gute Grundauslastung. Dennoch bleiben die Pläne zur Personalentwicklung 2008 in der Telekommunikation zurückhaltend – der Stand von aktuell etwa 58000 Beschäftigten in der Branche könnte sogar leicht zurückgehen. Auch der Umsatztrend der Telekommunikation war gemäss der Branchenumfrage am bescheidensten von allen befragten Subbranchen. Der Tenor bleibt dennoch leicht positiv. Dass die Umsätze nicht besser mit der wachsenden Nutzung der Kommunikationstechnologien mithalten, liegt am Preiszerfall bei den Telekom-Standarddienstleistungen wie Festnetz, Mobiltelefonie und Internetzugang.

Gefragte Informatikdienstleister

Die Informatikdienstleister hingegen dürften 2008 gemäss Umfrage erneut Umsatzzuwächse verbuchen können. Die Personalbestände wurden schon 2007 deutlich erhöht, und diese sollen auch 2008 – ausgehend von den aktuell 75000 Beschäftigten – weiter aufgestockt werden. Die Anbieter von Informatikdiensten profitieren weiterhin von hohen unternehmerischen Investitionen in Hard- und Software, von steigenden Bedürfnissen an Sicherheit, Sicherung und Archivierung sowie vom Trend zu komplexeren Systemlösungen. Die Schweizer IT-Branche ist mehrheitlich kleingewerblich strukturiert. Der Erfolg der kleinen Betriebe basiert auf ihrer Marktnähe und auf spezifischem Branchenwissen, das den lokalen Bedürfnissen angepasst ist. Hingegen profitieren die international ausgerichteten Grossbetriebe davon, dass vermehrt auf standardisierte Branchen-Software zurückgegriffen wird. Mit zunehmender Grösse wachsen Bekanntheitsgrad und Renommee der Unternehmen, was für die Kleinbetriebe den Wettbewerb erschwert. Einige behelfen sich mit Partnerschaften, wodurch sie häufig auch Zugang zur Infrastruktur der Grossen erhalten. Trotz dieses verschärften Wettbewerbs blickt die Branche mit Zuversicht in die Zukunft: Obwohl Honorare und Dienstleistungspreise wie schon in den vergangenen Jahren kaum steigen werden, erwarten die Informatik-Dienstleister gemäss der Umfrage weiterhin steigende Umsätze und Erträge.

Positive Erwartung ans Inland

Dies reflektiert insbesondere die positive Erwartung an die Auftragslage: Etwa 93% der Unternehmen rechnen für das laufende Jahr mit einer gleichbleibenden oder wachsenden Nachfrage nach Informatik-Dienstleistungen. Besonders positiv wird die Nachfrage aus dem Inland eingeschätzt: Etwa 41% der Befragten erwarten hier eine Steigerung zum Vorjahr, während 33% mit einer höheren Auslandnachfrage rechnen.

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