Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) bestätigt das Kreditrating der Schweiz. Es lautet damit weiterhin «AAA/A-1+». Der Ausblick ist stabil. Als Gründe führt die Agentur unter anderem die starken Institutionen, die belastbare und prosperierende Wirtschaft sowie die tiefe Staatsverschuldung an.

Zwar werde sich die Aufhebung des Euro-Mindestkurses vom Januar auch weiterhin auf die Wirtschaft auswirken, heisst es in der Mitteilung. Dadurch dürfte sich das Wachstum im laufenden und nächsten Jahr verlangsamen.

BIP-Prognose für 2016 gesenkt

S&P ist aber der Ansicht, dass die Schweizer Wirtschaft diesen Verlust an Wettbewerbsfähigkeit schlucken könne. Die Maschinenexporte und der Tourismus hätten zwar gelitten. Die restlichen Branchen seien aber weniger getroffen worden, weil ihre Produkte weniger preissensitiv seien.

Für das laufende Jahr erwartet S&P wie gehabt ein Wachstum des Bruttoinlandprodukts von 0,8 Prozent. Für das nächste Jahr senkt die Ratingagentur die Prognose allerdings von bisher 1,9 auf 1,2 Prozent.

Sichere Schuldner

Staaten mit guten Noten profitieren davon, dass sie als sichere Schuldner gelten. Wegen des geringeren Risikos für Kreditgeber können sie tiefere Zinsen aushandeln.

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(awp/ise/chb)