Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hat die Kreditwürdigkeit Polens herabgestuft. Als Grund wurde in einer Mitteilung vom Freitagabend die umstrittene Politik der neuen konservativen Regierung in Warschau genannt.

Die Bonitätsnote für das Land sinkt um eine Note von «A-» auf «BBB+». Der Ausblick für das Rating ist zudem negativ, was weitere Abstufungen möglich macht.

Unabhängigkeit in Gefahr

Polens neue Regierung habe seit dem Wahlerfolg im vergangenen Oktober verschiedene Gesetze auf den Weg gebracht, die die Unabhängigkeit und Funktionsfähigkeit wichtiger Institutionen schwächten, heisst es in der Mitteilung.

Dazu zählt S&P vor allem jüngste Gesetze zur Besetzung des Verfassungsgerichts und öffentlich-rechtlicher Medien. Ausserdem befürchtet die Ratingagentur weitere Einschränkungen, etwa mit Blick auf die Unabhängigkeit der polnischen Notenbank.

(sda/ise)