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Rekordvorräte gefährden Erholung des Ölpreises

Ölpumpe in den USA: Die Rohölbestände steigen und steigen. Keystone

Die US-Lager füllen sich immer mehr mit dem schwarzen Gold. Das birgt Probleme, sagt die Internationale Energieagentur. Die Preise könnten wieder ins Rutschen geraten.

Veröffentlicht am 13.03.2015

Die Internationale Energieagentur IEA hat angesichts der anhaltend hohen Ölproduktion in den USA vor Lagerknappheit gewarnt. Die bereits rekordhoch gefüllten Öllager könnten bald an ihre Kapazitätsgrenze stossen, teilte die IEA am Freitag in Paris mit. «Das würde zwangsläufig zu einer erneuten Preisschwäche führen, was wiederum Angebotskürzungen auslösen könnte, die bisher kaum festzustellen sind.»

Die amerikanische Ölproduktion hat sich bisher nicht abgeschwächt – trotz des Ölpreisverfalls seit Sommer 2014 und der Schliessung zahlreicher Bohrlöcher. Die IEA hob ihre Produktionsprognose für die USA im laufenden Jahr sogar an. Wegen des Schieferölbooms liegen die Lagerbestände in den USA zurzeit auf einem Rekordniveau von 468 Millionen Barrel (je 159 Liter). «Während die Reaktion des US-Angebots auf die niedrigeren Ölpreise länger dauern könnte, könnte sie dann um so abrupter erfolgen», warnte die Agentur.

(awp/ise/lur)

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