Die riesigen Verluste auf den toxischen Papieren und das staatliche Rettungspaket für die UBS sind den Investoren noch in schlechter Erinnerung. Doch heutzutage sprudeln die Gewinne wieder im zyklischen Investmentbanking. So verbesserte sich in der einstigen Problemsparte Fixed Income Currencies and Commodities (FICC) die Handelsperformance in allen Bereichen. Zudem hat die Neubewertung der Option zum Rückkauf der Wertpapiere aus dem Stabilitätsfonds der SNB überraschend 231 Mio Fr. zum Ergebnis im 1. Quartal 2010 beigetragen. Laut CFO John Cryan erholte sich der Markt für die lange Zeit illiquiden Papiere.

Höherer Gewinn als Credit Suisse

Immer weniger reiche Kunden ziehen ihre Vermögen von der Grossbank ab. In den ersten drei Monaten 2010 verringerte sich der Abfluss im Vermögensverwaltungsgeschäft auf 15,4 Mrd Fr. von 45,2 Mrd Fr. im 4. Quartal. Gemäss Analysten sind die Ergebnisse im Wealth Management besser ausgefallen als erwartet. Die UBS sei auf Kurs, noch in diesem Jahr den Turnaround bei den Nettoneugeldern zu erreichen, heisst es etwa bei der Bank Sarasin.

CEO Oswald Grübel will die definitive Trendwende erzielen, indem die Bank nachhaltig schwarze Zahlen schreibt. Im 1. Quartal wurde der zweite Quartalsgewinn in Folge erzielt. Der Reingewinn stieg gegenüber dem Vorquartal um 83% auf 2,2 Mrd Fr. Damit hat die UBS erstmals seit dem 3. Quartal 2008 wieder einen leicht höheren Gewinn als die Credit Suisse ausgewiesen. An der Börse wurde der Abschluss der UBS zunächst positiv aufgenommen, dann fielen die Titel im allgemeinen Abwärtstrend zurück. Seit Jahresbeginn haben die UBS-Aktien 6,2% zugelegt.

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