Quartal für Quartal erfreut der Technologiekonzern ABB die Investorengemeinde mit starken Ergebnissen. Dennoch ist der Aktienkurs seit Mai 2008 zeitweise um mehr als die Hälfte eingebrochen und notiert derzeit bei nur noch 18.40 Fr.

Befürchtungen eines konjunkturellen Abschwungs lasten auf dem Anbieter von Lösungen für Energietechnik und Automation. Während im Bereich der Stromübertragung und -verteilung die Aussichten aufgrund der langfristigen Trends insgesamt positiv bleiben, dürften im Automationsgeschäft die ABB-Kunden ihre Ausgaben wegen des Preiszerfalls beim Erdöl und bei den Metallen reduzieren oder aufschieben.

Erstmals präsentiert der neue ABB-CEO Joe Hogan am 23. Oktober das Resultat für das 3. Quartal 2008. Die Analysten sind überzeugt, dass dies für den neuen Firmenchef zu keinem Spiessrutenlauf wird und die Zahlen alles in allem erneut erfreulich ausfallen dürften. Mehr als das Ergebnis für die vergangenen drei Monate interessieren denn auch die Angaben zu den Auftragseingängen und der Ausblick.

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Analystenmehrheit für «Kaufen»

Die deutliche Mehrheit der Analysten hält, insbesondere nach dem deutlichen Kurszerfall, an einer positiven Beurteilung der ABB-Aktien fest. Die Risiken einer nachlassenden Nachfrage in der Sparte Automation und mögliche Probleme in den Emerging Markets aufgrund der Kreditverknappung sind gemäss der Bank Vontobel bereits im Kurs berücksichtigt. Vorsichtiger gibt sich die Zürcher Kantonalbank: Sie hält die Konsensschätzungen nach wie vor für zu hoch und belässt die Titel, trotz eines attraktiven KGV von 9 für 2009, auf «Marktgewichten».