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Roche und Nestlé belasten freundlichen SMI

Börse in Zürich West: An den Märkten bleibt es ruhig. Keystone

Der Schweizer Aktienmarkt hat am Freitag wenig verändert geschlossen. Während gewisse Schwergewichte auf dem Leitindex SMI lasteten, konnten die Grossbanken zulegen.

Veröffentlicht am 20.10.2017

Am Schweizer Aktienmarkt hat der Leitindex SMI am Freitag nach einem positiven Start in den Handelstag am Verfallstermin wenig verändert geschlossen.

Belastet wurde der Index im Handelsverlauf von weiteren Abgaben der schwergewichtigen Titel Roche und Nestlé, während etwa die Finanzwerte und einige Zykliker kräftig zulegen konnten. Insgesamt sprachen Händler aber von einer freundlichen Stimmung an den Handelsplätzen weltweit.

Katalonien-Krise aus dem Blickfeld

Unterstützung lieferte vor allem der positive Entscheid des US Senats zum Budget. Damit erhöhe sich die Wahrscheinlichkeit, dass die von US-Präsident Trump angekündigte Steuerreform umgesetzt werden könnte, meinte ein Händler. Auch eine grössere Kompromissbereitschaft der deutschen Kanzlerin Angela Merkel in Bezug auf die Brexit-Gespräche wurde an den Märkten positiv vermerkt. Etwas aus dem Blickfeld der Märkte geriet dagegen die Katalonien-Krise.

Der Leitindex SMI stieg leicht um 0,04 Prozent auf 9237,13 Zähler. Auf Wochensicht gab der SMI dennoch um 0,8 Prozent nach, dies nach fünf positiven Wochen in Folge. Der breite Swiss Performance Index (SPI) schloss 0,06 Prozent im Plus auf 10'554,08 Punkte. Von den 30 wichtigsten Titeln schlossen deren 20 im Plus, 9 im Minus und einer (Kühne+Nagel) unverändert.

Abwärtstrend bei Roche

Die schwergewichtigen Roche-Genussscheine (-1,8 Prozent) setzten den schon am Vortag begonnenen Abwärtstrend fort. Der Pharmakonzern hatte mit den am Donnerstag vorgelegten Quartalszahlen die Markterwartungen zwar erfüllt, allerdings belasteten die Sorgen vor einer grösseren Bedrohung durch Nachahmerprodukte das Sentiment.

Die Basler Roche-Rivalin wird ihren Quartalsbericht am kommenden Dienstag publizieren. Belastet wurden die Indizes zudem von Abgaben der schwergewichtigen Nestlé-Aktie (-0,5 Prozent). Zu dem am Donnerstag publizierten Quartalsbericht des Nahrungsmittelkonzerns trafen auch am Freitag verhaltene Kommentare von Analystenseite ein.

CS und UBS deutlich im Plus

Deutlichere Verluste erlitten zudem Sonova-Papiere (-0,9 Prozent). Das Vontobel-Research hatte das Rating auf «Hold» von «Buy» zurückgestuft. Sie befürchte, dass der Hörgeräte-Hersteller von seinem Vorsprung auf die Konkurrenz verliere, kommentierte die zuständige Analystin.

Deutlich aufwärts ging es dagegen mit den Grossbankenwerten CS (+2,3 Prozent) und UBS (+1,5 Prozent). Am späten Freitagabend will der Hedgefonds RBR Capital seine Forderungen zu einer Aufspaltung der CS an einer Investorenkonferenz in New York vorstellen, die wichtigsten Punkte waren aber bereits in den letzten Tagen an die Presse durchgesickert.

(sda/gku)

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