Der Schweizer Aktienmarkt hat zur Wochenmitte deutliche Kursverluste verzeichnet. Nachdem der Leitindex SMI am Mittwochnachmittag zunächst das Minus vom Morgen wieder etwas wettmachte, war der Kursverlauf in der letzten Handelsstunde wieder abschüssig.

Belastungsfaktor Nummer eins waren die zum Teil ausgeprägten Kursverluste der grossen Pharmakonzerne, die bei der Berechnung des SMI besonders stark ins Gewicht fallen.

Damit zeigte der Schweizer Markt eine klar andere Entwicklung als die wichtigsten Märkten in Europa. Diese lagen am Mittwoch überwiegend im Plus.

14 von 30 Blue Chips im Minus

Der Swiss Market Index (SMI) schloss um 1,40 Prozent tiefer bei 8639,52 Punkten und damit nur knapp über seinem Tagestief. Der breite Swiss Performance Index (SPI) gab 1,31 Prozent auf 8825,63 Zähler nach. Von den 30 Blue Chips schlossen 14 im Minus, 15 im Plus und ein Titel unverändert.

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Die Kurseinbussen von Roche (-3,6 Prozent) und Novartis (-2,4 Prozent) gingen einher mit einer allgemein schwachen Entwicklung der Titel der Gesundheitsbranche. Die Aktien von Galenica (-4,1 Prozent) verloren dabei besonders stark an Wert. Mit einer Jahresperformance von über 60 Prozent sind die Titel allerdings bislang Überflieger. Eine grosse Kurseinbussen verzeichnete auch der Pharmazulieferer Lonza (-4,3 Prozent).

Debatte um Medikamentenpreise

Pharmaaktien befanden sich bereits am Dienstag auf der Liste der Verlierer. Seit in den USA eine politische Debatte über die Höhe der Medikamentenpreise laufe, seien die Pharmawerte unter Druck, hiess es im Handel. Da dies ein Wahlkampfthema sei, dürfte noch für längere Zeit eine gewisse Nervosität in den Titeln bleiben.

Mit einer Kursabgabe von 1,2 Prozent belastete auch das dritte SMI-Schwergewicht, der Nahrungsmittelkonzern Nestlé, die Marktentwicklung an der Schweizer Börse. Deutlich im Minus lagen auch die Swisscom-Aktien, nachdem der Telekomriese am Bundesverwaltungsgericht eine Niederlage erlitten hat.

LafargeHolcim im Plus

Das Gegengewicht zu den SMI-Schwergewichten, den Pharmatiteln und zur Swisscom bildeten unter anderem die Aktien des Zementkonzerns LafargeHolcim (+2,1 Prozent) sowie der Uhrenhersteller Swatch (+1,5 Prozent) und der Luxusgüterkonzern Richemont (+1,0 Prozent).

(sda/dbe)