Die Rohölpreise haben am Montag zugelegt. Der Preis für das Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im April lag mit 61,99 Dollar 0,8 Prozent höher als am Freitag. WTI zur Lieferung im März kostete mit 52,98 Dollar zuletzt 0,4 Prozent mehr.

Zu den Preissteigerungen dürfte vor allem die Erwartung beigetragen haben, dass die Ölförderung in den USA abnehmen wird. «Es sind relativ viele Pumpstationen stillgelegt worden», sagt Olivier Jakob von der Petromatrix GmbH im Schweizerischen Zug. «Wir wissen, dass der Rückgang der Produktion später im Jahr folgen wird.»

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519 Förderanlagen gestoppt

Nach Angaben des Ölfelddienstleisters Baker Hughes in Houston haben US-Förderer in den letzten zehn Wochen 519 Förderanlagen gestoppt, womit sich die Gesamtzahl um ein Drittel reduziert habe.

«Der Rückgang der Zahl der Bohrstellen reicht aber unserer Ansicht nach nicht aus, damit die US-Produktion so stark abnimmt, dass der Markt wieder ins Gleichgewicht kommt», schreibt Damien Courvalin von Goldman Sachs in einem Bericht. «Die Ölpreise müssen in den kommenden Quartalen niedriger bleiben.»

Hoher Goldpreis

Gold notierte am Kassamarkt mit 1232,56 Dollar je Unze 0,2 Prozent höher als am Freitag. Es ist der dritte Tag mit Preissteigerungen in Folge.

Vor allem die Sorgen wegen Griechenland stützten das Edelmetall. «Die andauernden Diskussionen um Griechenland und die Möglichkeit, dass es Schwierigkeiten bei deren Lösung geben könnte, stützen den Goldpreis», sagte Thorsten Proettel, Rohstoffanalyst bei der LBBW in Stuttgart.

(bloomberg/ise/ama)