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Industrie
Russische Firma steht vor Börsengang in London

London: Erstmals seit Langem wird eine russische Firma gelistet. Getty/Rob Stothard/Freier Fotograf

Die Gruppe En+ plant den ersten russischen börsengang in London seit dem Beginn der Ukraine-Krise. Die Firma beinhaltet das Aluminium- und Wasserkraft-Geschäft von Oleg Deripaska.

Veröffentlicht am 23.10.2017

Der erste grosse Börsengang eines russischen Unternehmens in London seit Beginn der Sanktionen im Ukraine-Konflikt vor rund drei Jahren nimmt Formen an. Die Gruppe En+, in die der Industriemagnat Oleg Deripaska sein Aluminium- und Wasserkraft-Geschäft gebündelt hat, legte am Montag die Preisspanne auf 14 bis 17 Dollar je Hinterlegungsschein (GDR) fest. Das Unternehmen wird damit mit sieben bis 8,5 Milliarden Dollar bewertet.

Der Börsengang in London und Moskau soll insgesamt 1,5 Milliarden Dollar einbringen. Davon sollen 500 Millionen Dollar von der AnAn Group aus Singapur kommen, die als Ankerinvestor einsteigt. Ohne Platzierungsreserve wird ein Anteil von 15,8 bis 18,8 Prozent an En+ auf den Markt geworfen. Die Erstnotiz wird für November erwartet.

48-Prozent-Anteil an Rusal

En+ besitzt unter anderem einen 48-Prozent-Anteil an Rusal, einem in Hongkong gelisteten russischen Aluminiumhersteller. Dieser ist Grosskunde von Energie, die in Wasserkraft-Unternehmen von En+ produziert wird.

(reuters/gku)

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