Die erste internationale Ausgabe von Staatsanleihen hat Saudi-Arabien 17,5 Milliarden Dollar eingebracht. Das teilte die beteiligte Grossbank HSBC am Donnerstag mit. Die amtliche Nachrichtenagentur Spa berichtete, die Anleihe sei fast vierfach überzeichnet gewesen - das Interesse der Anleger habe ein Gesamtvolumen von 67 Milliarden Dollar gehabt.

Saudi-Arabien sei «mit Erfolg auf dem Kapitalmarkt angekommen», sagte Jean-Marc Mercier von der HSBC der Nachrichtenagentur AFP. Anleger aus aller Welt hätten Interesse an den Papieren gehabt.

Defizit von 87 Milliarden Dollar erwartet

Die Staatsanleihen waren laut HSBC in drei Tranchen aufgeteilt: Es gab Papiere mit fünf Jahren Laufzeit und einem jährlichen Nominalzins von 2,375 Prozent im Gesamtwert von 5,5 Milliarden Euro sowie zehnjährige Anleihen mit 3,25 Prozent Zinsen im gleichen Gesamtwert. Ausserdem wurden 30-jährige Anleihen mit 4,5 Prozent Zinsen im Gesamtwert von 6,5 Milliarden Dollar ausgegeben.

Saudi-Arabien ist der grösste Ölexporteur der Welt und leidet enorm unter den stark gesunkenen Preisen für den Rohstoff. Für das laufende Jahr rechnet das Königreich mit einem Staatsdefizit von 87 Milliarden Dollar.

Ministergehälter gekürzt

Um die Probleme im Ölgeschäft auszugleichen, hat das Land bereits im grossen Stil Subventionen gekürzt und Regierungsprojekte in die Zukunft verschoben. Im vergangenen Monat wurden auch die Ministergehälter gekürzt.

(sda/gku/me)