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Schwache Chinadaten belasten Märkte

Textilproduktion in China: Pessimismus für die Konjunktur. Keystone

Neue Daten aus China Industrie nähren den Pessimisus für die Entwicklung des Wachstums. Diese Daten haben heute den Aktienmarkt belastet.

Veröffentlicht am 14.09.2015

Pessimismus über die weitere Konjunkturentwicklung in China sowie Nervosität im Vorfeld der US-Zinsentscheidung haben Asiens Aktienmärkte zu Wochenbeginn belastet. Nach der Vorlage von Daten zur Industrieproduktion und Investitionen am Wochenende verdichteten sich die Anzeichen, dass sich die zweitgrösste Volkswirtschaft weiter abschwächt.

Ökonomen rechnen daher mit zusätzlichen Schritten der Regierung zur Stützung des Wachstums. Am Montag fiel der Index der 300 wichtigsten Werte in Shenzhen und Shanghai um 3,5 Prozent. «Der Abwärtsdruck auf die chinesische Wirtschaft ist ziemlich hoch, deswegen bleibt die Stimmung unter den Investoren schwach», sagte Marktstratege Gu Yongtao von Cinda Securities.

«Chancen auf Zinserhöhung stehen 50 zu 50»

Viele Fernost-Investoren hielten sich auch wegen der anstehenden Entscheidung der US-Notenbank Fed am Donnerstag zurück, sagten Händler. «Die Chancen, dass die Fed diese Woche die Zinsen erhöht stehen 50 zu 50», sagte Analyst Fumio Nakakubo von der Grossbank UBS. Im Dezember rechne er aber mit einer Erhöhung der Zinsen. An der Tokioter Börse, dem wichtigsten Handelsplatz des Kontinents, gab der Nikkei-Index bis Handelsschluss 1,6 Prozent auf 17965 Punkte nach. Der breiter gefasste Topix fiel um 1,2 Prozent auf 1462 Stellen.

Unter Druck standen vor allem Aktien von Energie- und Telekomfirmen. Letztere litten darunter, dass Regierungschef Shinzo Abe vergangene Woche niedrigere Mobilfunkgebühren gefordert hatte. Papiere von Softbank gaben 5,5 Prozent nach, NTT Docomo verbilligten sich um knapp zehn Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans zeigte sich nervös und schwankte zwischen Plus und Minus hin und her. Zuletzt lag er 0,2 Prozent höher.

(sda/me)

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