Ein neuerlicher Rückgang der Uhrenexporte hat die Aktien von Swatch fallen lassen. Der Titel des weltgrössten Uhrenherstellers sackte am Dienstag in einem leichteren Gesamtmarkt um 2,2 Prozent auf 336 Franken ab. Etwas besser schlugen sich die Anteile des breiter diversifizierten Luxusgüterherstellers Richemont, die um 1,1 Prozent auf 56,25 Franken nachgaben.

Die Uhrenexporte sanken im Januar gegenüber dem Vorjahresmonat nominal um 6,2 Prozent auf 1,434 Milliarden Franken. Real ergab sich ein Minus von 7,7 Prozent. Es ist der Eidgenössische Zollverwaltung zufolge der drittniedrigste Umsatz seit August 2012.

Rückläufige Verkäufe

«Das ist nicht das, was der Doktor verschrieben hat», sagte Jon Cox von Kepler Cheuvreux. Die Erholung verlaufe durchwachsen. Sowohl die Verkäufe der teuren als auch der günstigen Zeitmesser seien rückläufig gewesen.

Etwas optimistischer beurteilt Patrik Schwendimann von der Zürcher Kantonalbank (ZKB) die Aussichten von Swatch. Swatch dürfte 2017 wieder zu Umsatzwachstum zurückfinden. Die Januar-Exporte seien ein Indiz in die richtige Richtung. In China wachse die Gruppe und in Hongkong verbessere sich der Trend.

Hayek optimistisch

Zuversichtlich ist auch Swatch-Chef Nick Hayek. «Für 2017 sieht es gut aus. China ist zurück», hatte Hayek jüngst bei der Präsentation des Jahresergebnisses gesagt. 2016 ging der Umsatz von Swatch um ein Zehntel auf 7,6 Milliarden Franken zurück und der Gewinn brach um knapp die Hälfte auf 593 Millionen Franken ein.

Die Schweizer Uhrenexporte fiele 2016 um rund zehn Prozent auf 19,4 Milliarden Franken. Alleine nach Hongkong, den wichtigsten Markt der Schweizer, waren die Verkäufe um ein Viertel gefallen.

(reuters/ise/me)

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