Negative Vorgaben aus den USA und Japan dürften die Schweizer Börse am Montag belasten. Die Bank Julius Bär berechnete den SMI vorbörslich um 0,8 Prozent tiefer mit 7881 Punkten. Der SMI-Future sank um 1,1 Prozent auf 7888 Zähler.

Die Spekulationen um eine mögliche Straffung der US-Geldpolitik dürften die Stimmung weiterhin dämpfen. An der Wall Street hatten sich die Verluste am Freitag nach Börsenschluss in Europa ausgeweitet und der negative Trend hatte auch die japanische Börse erfasst. Die weitere Entwicklung dürfte vor allem von US-Konjunkturdaten im Laufe der Woche bestimmt werden. Im Mittelpunkt stehen dabei die Arbeitsmarktdaten.

Die zur Beteiligungsgesellschaft Pargesa gehörende Group Bruxelles Lambert (GBL) hat ein 15-Prozent-Paket des Inspektionskonzerns SGS von der italienischen Exor übernommen. GBL zahlte 2125 Franken je SGS-Aktie oder insgesamt zwei Milliarden Euro.

Das Medikament Avastin des Pharmakonzerns Roche verlängert in Kombination mit einer Chemotherapie das Leben von Frauen mit fortgeschrittenem Gebärmutterhalskrebs im Vergleich zur Chemotherapie-Behandlung allein. Hingegen verlängerte die Verabreichung von Avastin bei Glioblastom, einer aggressiven Form von Hirntumor, zusätzlich zu Strahlen- und Chemotherapie das Leben der Patienten nicht signifikant. Roche legte die Daten der spätklinischen Tests beim ASCO-Kongress der Krebsmediziner in Chicago vor. Roche legte zudem vielversprechende Daten einer frühklinischen Phase I-Studie für das Medikament GDC-0199/ABT-199 für Blutkrebs (CLL) und Non-Hodgkin-Lymphom (NHL) vor.

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Spätklinische Studiendaten zeigen, dass das von Novartis entwickelte Medikament Afinitor das Tumorwachstum bei HER2-positivem Brustkrebs signifikant verlangsamt.
Gegen die französische Tochter der Grossbank UBS ist Kreisen zufolge ein formelles Prüfverfahren eingeleitet worden. Das Geldhaus werde verdächtigt, Beihilfe bei mutmasslichen illegalen Geschäftspraktiken in Frankreich geleistet zu haben, sagte eine mit dem juristischen Fall vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) will im Zusammenhang mit dem US-Steuerdeal keine Banken retten. «Die Nationalbank hat nicht die Aufgabe, Banken zu retten, wenn sie insolvent sind. Sie habe die Aufgabe, zur Systemstabilität beizutragen÷, sagte Präsident Thomas Jordan der Zeitung «Schweiz am Sonntag».

(rcv/jev/reuters)