An der Schweizer Börse haben sich die Kursausschläge am Mittwoch zur Eröffnung in Grenzen gehalten. Der Markt setze die jüngst begonnene Konsolidierung fort, sagte ein Händler. «Wenn es einmal zu etwas stärkeren Bewegungen kommt, geschieht das wohl eher zufällig.» Der Risikoappetit der Anleger sei vor der Veröffentlichung erster Angaben zum US-Arbeitsmarkts im März gering. «Wir sind in der Woche, die am Freitag mit dem offiziellen US-Arbeitsmarktbericht gekrönt wird. Zudem beginnt demnächst die Saison der Erstquartalsberichte», sagte ein Börsianer.

Der SMI war mit 8645 Punkten geringfügig tiefer als am Vortag. Am Dienstag hatte der Leitindex nach einem Schlussspurt um 0,2 Prozent höher geschlossen.

Positive Reaktion auf höheren Ölpreis

Kaum marktbewegenden Einfluss hat Händlern zufolge die zweite Fernsehdebatte im französischen Wahlkampf. Im Kampf um die Präsidentschaft behauptete der parteiunabhängige Emmanuel Macron am Dienstagabend auch nach dem zweiten Aufeinandertreffen der Kandidaten seine Favoritenrolle. «Es geht sowieso kaum jemand mehr von einem Wahlsieg von Marine Le Pen aus», sagte ein Börsianer. Positiv wurde der höhere Ölpreis aufgenommen.

Am Nachmittag steht die Erhebung der privaten Agentur ADP zum US-Arbeitsmarkt am Programm. Die Zahlen versprechen einen Vorgeschmack auf die amtlichen Jobstatistik am Freitag. Zudem wird nach Börsenschluss in Europa das Protokoll der jüngsten geldpolitischen Sitzung der US-Notenbank veröffentlicht. Davon erhoffen sich die Anleger Hinweise auf Zeitpunkte und Tempo der weiteren Zinserhöhungen.

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Bankenaktien leicht im Plus

An die Spitze der SMI-Gewinner setzten sich die Zurich-Aktien mit 1,4 Prozent Kursplus. Berenberg hat die Empfehlung für den Versicherer auf «Buy» von «Hold» angehoben. Berets am Dienstag hatte eine Kaufempfehlung von Goldman Sachs für einen kräftigen Anstieg gesorgt. Die Anteile von Syngenta zogen 0,9 Prozent an. Die US-Wettbewerbsbehörde FTC hat die 43 Milliarden Dollar schwere Übernahme des Agrarchemiekonzerns durch ChemChina unter Auflagen gutgeheissen.

Die Aktien der Grossbanken Credit Suisse und UBS rückten ein jeweils 0,3 Prozent vor. Auch die Titel von Julius Bär zogen 0,3 Prozent an.
Zyklische Firmen wie der Prüfkonzern SGS, der Personaldienstleister Adecco sowie der Aromen- und Dufthersteller Givaudan gewannen an Wert.
Auch die Nestle-Aktien stiegen leicht. Dagegen verbuchten die beiden anderen Index-Schwergewichte Novartis und Roche leichte Kurseinbussen.

Swatch verliert

Schwächer waren die auch Aktien des Uhrenkonzerns Swatch mit einem Minus von 0,7 Prozent. Die Titel des Luxusgüterherstellers Richemont ermässigten sich um 0,5 Prozent. Auch der Elektrotechnikkonzern ABB und die Sanitärtechnikfirma Geberit standen auf den Verkaufszetteln. Am breiten Markt fiel Orascom mit einem Kursplus von 4,6 Prozent auf. Der Tourismus- und Baukonzern hatte am Vortag nach der Ankündigung von tiefroten Zahlen für das vergangene Jahr kräftig an Wert verloren.

Die Aktien der MCH Group büssten 2,6 Prozent ein. Der Messebetreiber will trotz eines Gewinnzuwachses von acht Prozent die Dividende unverändert lassen. Zudem stellte MCH einen Gewinnrückgang in Aussicht.

(reuters/me/mbü)