1. Home
  2. Invest
  3. Schweizer Autofahrer werden vom Iran zur Kasse gebeten

Schweizer Autofahrer werden vom Iran zur Kasse gebeten

Irans Präsident Mahmoud Ahmadinejad will den Ölhahn zudrehen. (Bild: Keystone)

Die Ankündigung des Irans, Frankreich und Grossbritannien nicht mehr mit Öl beliefern zu wollen, hat den Ölpreis auf den höchsten Stand seit Mai 2011 steigen lassen. Das schlägt sich auf den Benzinpre

Veröffentlicht am 20.02.2012

Die Ölpreise haben zu Wochenbeginn weiter zugelegt und sind auf den höchsten Stand seit neun Monaten geklettert. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im April kostete am Montagmorgen 120.99 US-Dollar. Das waren 1,41 Dollar mehr als am Freitag.

Ein Barrel der US-Sorte WTI (West Texas Intermediate) mit Auslieferung im März verteuerte sich um 1,69 Dollar auf 104,93 Dollar. Damit notieren die Ölpreise so hoch wie zuletzt im Mai 2011.

Frankreich und Grossbritannien im Visier

Für Preisauftrieb sorgte am Ölmarkt vor allem die Ankündigung Irans, die Belieferung Frankreichs und Grossbritanniens mit Rohöl einzustellen. Das teilte ein Sprecher des iranischen Öl-Ministeriums am Sonntag in Teheran mit.

Anlass ist das Ölembargo der EU, das seine volle Wirksamkeit erst im Sommer entfalten wird. Hintergrund des Disputs ist das iranische Atomprogramm. Der Westen wirf dem Iran vor, unter dem Deckmantel der zivilen Kernenergie ein Atomwaffenprogramm zu betreiben.

Auch die Atompläne sind preistreibend

Die Iran-Krise hat Folgen auf die Benzinpreise in den Schweiz. An den Zapfsäulen stieg der Preis pro Liter in den vergangenen Monaten um 5 bis 10 Rappen. Die Preisspirale dürfte sich in naher Zukunft weiterdrehen.

Wie immer schlage sich der gestiegene Rohölpreis auch auf die raffinierten Produkte durch, sagte Philippe Cordonier, Mediensprecher bei der Erdölvereinigung, auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Derzeit treibe die steigende Krise um die Atompläne Irans die Preise nach oben.

Ob diese Entwicklung anhält, lässt sich gemäss Cordonier nicht voraussagen. Eine Rohölverknappung gebe es derzeit aber nicht.

(vst/awp/sda)

Anzeige