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Schweizer Börse: Eine Mischung aus Zuversicht und Vorsicht

Trotz Krisendiskussion: Eine positive Woche geht an der Schweizer Börse zu Ende. (Bild: Keystone)

Der Schweizer Aktienmarkt hat die Woche gut gehalten beendet. Nach uneinheitlichem Verlauf überwog eine zuversichtliche Stimmung, trotzdem bleiben die Anleger vorsichtig. Dies zeigte sich an einigen G

Veröffentlicht am 07.10.2011

Eine gewisse Stütze boten dem Markt über erwarten gute US-Arbeitsmarktdaten und darauf hin steigende Kurse an der New Yorker Börse. Zudem waren im Leitindex Swiss Market Index (SMI) stark gewichtete defensive Pharmatitel gesucht.

Die Finanzwerte wurden vor allem von der Herabstufung einer Reihe von Banken in Grossbritannien und Portugal durch Moody's und Äusserungen von Seiten der EU-Kommission belastet. Insbesondere die Abstufung britischer Schwergewichte wie Lloyds oder RBS habe negative Auswirkungen gehabt, sagten Marktbeobachter.

Der Swiss Market Index schloss um 0,22 Prozent höher bei 5652 Punkten. Innerhalb Wochenfrist legte der SMI infolge der deutlichen Gewinne am Mittwoch und Donnerstag um 2,2 Prozent zu. Der breite Swiss Performance Index (SPI) stieg um 0,32 Prozent auf 5110 Zähler.

Der Druck auf den Finanzwerten war gross. Die Titel der Grossbank UBS verloren 3,2 Prozent, CS-Aktien tauchten 1,2 Prozent. Etwas besser hielten sich die Titel der Bank Julius Bär (-0,7 Prozent).

Auch die Aktien von Rückversicherer Swiss Re (-0,9 Prozent) gerieten unter Druck; die Titel des Versicherers Bâloise (-0,6 Prozent) verloren etwas weniger. Für Swiss Re hat die Citigroup das Kursziel deutlich gesenkt. Zulegen konnten hingegen die Papiere der Versicherer Zurich Financial Services (+0,8 Prozent) und Swiss Life (+0,9 Prozent).

Auf der Verliererseite fanden sich im SMI/SLI die Aktien des Zementherstellers Holcim (-5,0 Prozent) zuoberst. Der ehemalige, langjährige CEO und Verwaltungsratspräsident Thomas Schmidheiny ist wieder stärker beim Zementkonzern eingestiegen. Die Papiere von Holcim hatte in den letzten zwei Wochen um über 20 Prozent zugelegt, nun kam es zu Gewinnmitnahmen.

Die prozentual grössten Gewinne im SMI/SLI erzielten die Nobel-Biocare-Papiere (+4,5 Prozent). Am Vortag waren die Titel des Zahnimplantatespezialisten nach einer Rückstufung durch eine US-Bank aber grösster Verlierer gewesen. Ansonsten waren vor allem zyklische Werte gesucht. So zogen die Papiere des Personalvermittlers Adecco (+2,2 Prozent), des Chemieunternehmens Clariant (+1,8 Prozent) sowie auch jene des Logistikkonzerns Kühne+Nagel (+1,6 Prozent), des Sanitärtechnikunternehmens Geberit (+1,6 Prozent) und des Technikkonzerns ABB (+1,6 Prozent) deutlicher an.

Auch die Luxusgütertitel Richemont (+2,3 Prozent) und Swatch (+1,5 Prozent) legten nach einer positiven Studie von HSBC auf tieferem Niveau deutlich zu.

(vst/sda)

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