Nach zwei Börsentagen mit herben Kursverlusten hat sich der Schweizer Aktienmarkt am Donnerstag vom «China-Schock» erholt. Zwar wertete die chinesische Zentralbank die Währung Yuan ein drittes Mal hintereinander ab. Sie stellte aber gleichzeitig ein Ende der Eingriffe in Aussicht.

Bis Börsenschluss legte der Schwergewichte-Index SMI um beinahe 150 Punkte zu, was insbesondere den starken Avancen des Index-Schwergewichts Nestlé zu verdanken war. Der Nahrungsmittelkonzern überzeugte die Anleger mit den Halbjahresergebnissen und erfolgsversprechenden Aussichten.

Roche macht Boden gut

Weiter gewannen auch Bankaktien, Zykliker oder die Papiere des Pharmakonzerns Roche verlorenes Terrain zurück. Sowieso sahen Analysten die wegen der Yuan-Abwertung an den Vortagen stark abwärtsgerichtete Entwicklung als eine Überreaktion an.

Mit den Sorgen um die chinesische Wirtschaft seien auch Spekulationen um eine Verschiebung der Zinswende in den USA aufgekommen, hiess es weiter.

Plus 1,5 Prozent

Bis Börsenschluss kletterte der Swiss Market Index (SMI) um 1,54 Prozent auf 9'325,21 Punkte. Der breite Swiss Performance Index (SPI) legte um 1,41 Prozent auf 9'462,15 Zähler zu.

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Die Aktien von Nestlé mussten zu Handelsende hin die Führung bei den Blue Chips noch an Julius Bär (+4,5 Prozent) abtreten, schlossen den Tag mit +2,7% aber immer noch satt im Plus und zogen damit den SMI um 53 Punkte nach oben. Die Bank Bär konnte mit einer Personalie auftrumpfen: Der ehemalige CS-Banker Jimmy Lee wurde als neuer Asienchef verpflichtet.

(sda/ise)