Insgesamt sprechen Händler von einer guten Stimmung an den Börsen. Dabei dürften die Nachrichten aus Griechenland weiter als Stütze dienen. Die Euro-Finanzminister haben übers Wochenende für das hoch verschuldete Land einen neuen Kredit in Höhe von zwölf Milliarden Euro freigegeben.

Das Geld soll bis Mitte Juli in Athen eintreffen - gerade rechtzeitig, um die drohende Pleite abzuwenden. Allerdings bleiben die Unsicherheiten betreffend Griechenland gross. So hat die Ratingagentur Standard & Poor's angedeutet, dass die beiden französischen Vorschläge für die Verlängerung von Laufzeiten griechischer Staatsanleihen als teilweiser Zahlungsausfall gewertet werden könnte.

Der Swiss Market Index (SMI) steht um 09.30 Uhr 0,04 Prozent tiefer auf 6235,03 Punkten. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) avanciert derweil leicht um 0,01 Prozent auf 973,47 und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,03 Prozent auf 5733,41 Zähler.

Konjunkturabhängige Titel weit vorne

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Bei den Blue Chips haben die Gewinner in ihrer Anzahl leicht die Oberhand. Dabei notieren einige Finanzwerte wie Swiss Life (+0,9 Prozent) oder Julius Bär (+1,2 Prozent) klar fester. In den Sektorgrössen ZFS (-0,4 Prozent), Swiss Re (-0,6 Prozent), UBS (-0,7 Prozent) oder Credit Suisse (-0,3 Prozent) werden dagegen Gewinne mitgenommen. Die Analysten von Merrill Lynch haben in einer Studie zu der Bankbranche für Julius Bär, UBS und CS die Kursziele leicht nach unten angepasst.

Weit vorne im Tableau stehen auch einige konjunkturabhängige Titel. So steigen Richemont um 0,7 Prozent, Sonova um 0,9 Prozent oder Nobel Biocare gar um 1,6 Prozent. Bei Nobel Biocare soll der gegenwärtige Präsident und CEO von Synthes (Aktie: -0,1 Prozent), Michel Orsinger, das Präsidium von Heino von Prondzynski übernehmen. Der aktuelle VR-Präsident hat seinen Rücktritt angeboten. Analysten zeigen sich über das Engagement von Orsinger beim Zahnimplantatehersteller erfreut, da er über ausgezeichnete Kenntnisse im Medizinaltechnologiemarkt verfüge und das Unternehmen weiterbringen könne.

Übernahmegerüchte um Nestlé

Derweil tendieren die Indexschwergewichte Novartis (-0,1 Prozent) und Nestlé (unv.) kaum verändert. Gemäss einem Bericht des «Wall Street Journal» plant Nestlé die Übernahme des chinesischen Süsswarenherstellers Hsu Fu Chi International. Derweil hat Novartis im zweiten Anlauf die Zulassung für sein Lungenmedikament Arcapta Neohaler in den USA bekommen. Roche geben um 0,2 Prozent nach.

Auf der Verliererseite stehen Givaudan (-1,2 Prozent) weit hinten. Citigroup hat das Rating auf "Hold" von zuvor "Buy" gesenkt. Die Experten senkten aufgrund des starken Frankens die Gewinnaussichten deutlich. Derweil reduzierte die CS das Kursziel für Givaudan.

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Bei Coltene (Aktie: -2,9 Prozent) verlässt CEO Andreas Meldau das Unternehmen früher als bisher angekündigt. VR-Mitglied Erwin Locher wird die Führung und die Geschäftsleitungsaufgaben übernehmen, bis ein neuer CEO ernannt wird. Bei Goldbach (-1,8 Prozent) verlässt der Finanzchef Mario Hrastnig das Unternehmen auf eigenen Wunsch. Seine Nachfolge bleibt offen.

(laf/awp)