Der Swiss Market Index (SMI) steht um 09.30 Uhr 0,07 Prozent höher bei 6'215,70 Punkten. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) gewinnt 0,14 Prozent auf 967,57 und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,17 Prozent auf 5'720,05 Zähler.

Die Papiere des Ölbohrkonzerns Transocean stehen mit +0,5 Prozent mit an der Spitze des SMI. Die Titel hatten am Vortag deutlich an Terrain verloren nach einer Meldung über einen neuen Zwischenfall auf einer Bohrinsel - diesmal vor Ghana.

Novartis notieren 0,3 Prozent höher. Der Pharmakonzern hat positive Studienergebnisse mit Afinitor publiziert. Das Krebsmedikament hat bei der Behandlung tuberöser Sklerose den primären Endpunkt erreicht. Mehr als ein Drittel der behandelten Patienten hätte eine Verringerung des Hirntumors von 50 Prozent oder mehr erreicht.

Zulassungsrelevante Daten wurden bereits 2010 veröffentlicht. Ausserdem habe das Medikament für diese Indikation bereits in einigen Ländern die Genehmigung erhalten, weshalb die Schätzungen nicht beeinflusst würden, hiess es unter Analysten.

Roche und Actelion steigen

Ebenfalls im Pharmasektor steigen Roche um und Actelion um jeweils 0,1 Prozent. Die schwer gewichteten Nestlé-Papiere büssen 0,2 Prozent ein. Der Nahrungsmittelsektor werde von einer Abstufung durch die Citigroup belastet, hiess es im Handel.

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Im Bankensektor erholen sich Credit Suisse (+0,5 Prozent) und UBS (-0,3 Prozent) von den Vortagesabgaben. Im Vorfeld der Zahlen zum zweiten Quartal haben die Experten der Deutschen Bank ihre Schätzungen für die beiden Grossbanken überarbeitet und in der Folge für beide Titel das Kursziel zum Teil deutlich gesenkt. Während Credit Suisse zum Kauf empfohlen werden, lautet das Rating für die UBS 'Hold'. Julius Bär legen um 0,7 Prozent zu.

Die am Vortag festeren Zykliker müssen teilweise die Gewinne wieder preisgeben: ABB sinken um 0,2 Prozent, Syngenta um 0,4 Prozent und Nobel Biocare um 0,2 Prozent. Für Holcim (-1,1 Prozent) hat die UBS das Kursziel auf 68 von 70 CHF gesenkt. Der Zementhersteller dürfte mittelfristig zwar wachsen, weise aber kurzfristige Risiken bezüglich des Gewinnes auf. Zudem dürfte der Druck durch die geographische Ausrichtung insbesondere mit den gedämpften Wachstumsraten in Indien weiter bestehen. Das Rating Neutral wird deshalb beibehalten.

Swissmetal im Fokus

Grössere Gewinne gehen auf Sonova (+1,1 Prozent), Kühne + Nagel (+0,7 Prozent), Clariant (+0,3 Prozent) und ZFS (+0,5 Prozent).

Im breiten Markt werden Sika (unverändert bei 2043 Franken) Ex-Nennwertrückzahlung von 8,40 Franken gehandelt. Der Bauchemiehersteller hatte am Vorabend eine Akquisition vermeldet. Sika übernimmt einen Zulieferer, der vor dem finanziellen Aus stand. Damit handle es sich um eine Übernahme, die Werte schützt, aber keinen kreiert, urteilen Analysten.

Weiter im Fokus steht wohl der in Zahlungsschwierigkeiten steckende Kupferprodukte-Hersteller Swissmetal (-14,4 Prozent). Das Unternehmen prüft verschiedene Massnahmen zur Rettung, hat jedoch gleichzeitig vorsorgliche Massnahme für Massenentlassungen eingeleitet. Das Unternehmen informierte gestern Nachmittag über die neuesten Entwicklungen.

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Die Aktien des Städteentwicklers Orascom verteuern sich um 3,1 Prozent. Das Tourismusprojekt in Andermatt kommt gut voran und mit Kaufverträgen im Umfang von 53 Millionen Franken  im ersten Halbjahr wurde bereits knapp die Hälfte des Solls erfüllt.

(laf/awp)