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Schweizer Börse gibt nach - Clariant im Aufwind

Börse: Clariant im Fokus. Keystone

Nach den kräftigen Gewinnen vom Vortag haben die Anleger einen Gang zurückgeschaltet. Spekulationen auf einen Bieterkampf trieben die Aktien von Clariant derweil in die Höhe.

Veröffentlicht am 04.07.2017

Die Schweizer Börse hat am Dienstag nachgegeben. Nach den kräftigen Gewinnen vom Vortag schalteten die Anleger einen Gang zurück. Frische Impulse werden kaum erwartet, da in den USA wegen des Unabhängigkeits-Feiertags die Finanzmärkte geschlossen bleiben. «Kursweisende Impulse sind Mangelware», sagte ein Händler. Der SMI sank um 0,2 auf 8994 Punkte. Am Montag war der Leitindex um 1,2 Prozent gestiegen.

Im Fokus stand Clariant. Spekulationen auf einen Bieterkampf um den Chemiekonzern trieben die Aktien 3,4 Prozent hoch. Der geplante Zusammenschluss zwischen Clariant und dem US-Konkurrenten Huntsman stösst auf Widerstand. Die Transaktion bewerte Clariant zu tief und sei strategisch falsch, erklärte ein Sprecher des Clariant-Grossaktionärs White Tale. Hinter White Tale, die ein Paket von 7,2 Prozent aufgebaut hat, stehen der aktivistische Investor Corvex und die US-Firma Standard Industries. Baader-Helvea-Analyst Markus Meyer schliesst eine Konkurrenzofferte nicht aus und empfiehlt die Clariant-Titel zum Kauf. «Wir sehen mehr als 20 Prozent Aufwärtspotenzial.»

Zyklische Werte velieren an Wert

Andere zyklische Werte verloren an Wert. ABB, LafargeHolcim, SGS und Swatch schwächten sich ab. Dagegen setzten die Anteile von Banken ihre Aufwärtsbewegung fort. «Die Anleihenrenditen steigen, das hilft», sagte ein Händler. Die Aktien der Credit Suisse stiegen um ein Prozent und die der UBS rückten 0,5 Prozent vor.

Auch Versicherungstitel zogen mehrheitlich an. Die Anteile der Index-Schwergewichte Nestle, Novartis und Roche gaben nach.

Die Idorsia-Titel legte nach dem fulminanten Börsendebüt erstmals eine Pause ein und sanken um 3,2 Prozent. Der Wert der Forschungsfirma hat sich seit der Abspaltung vom Biotech-Unternehmen Actelion vor gut zwei Wochen verdoppelt.

Am breiten Markt sanken die Anteile von Huber+Suhner um 3,4 Prozent. Baader Helvea hat die Empfehlung für die Kabel-Firma auf «Hold» von «Buy» zurückgenommen. 

(reuters/cfr/me)

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