Der Schweizer Aktienmarkt hat den Handel am Freitag deutlich im Minus abgeschlossen. Damit ist die dreitägige Erholungsrally zu einem vorläufigen Ende gekommen.

Bis Börsenschluss gab der Swiss Market Index (SMI) um 1,78 Prozent auf 5430,77 Punkte nach. Im Wochenvergleich resultierte aber trotz des sehr schwachen Starts in die Börsenwoche und den Verlusten zum Schluss ein Plus von 1,3 Prozent. Der breitere Swiss Performance Index (SPI) sank am Freitag um 1,73 Prozent auf 4947,29 Punkte.

Die grössten Einbussen verzeichneten am Freitag die zyklischen Titel und Finanzwerte. Die Aktien der Grossbanken verbuchten die stärksten Abgaben bei den Blue Chips: Die Papiere der UBS verloren 5,6 Prozent, jene der Credit Suisse gar 5,9 Prozent.

Der Abgang von Jürgen Stark, dem Chefökonom der Europäischen Zentralbank, hinterliess bei den Banken wohl die grössten Spuren. Ausserdem rückte die Griechenland-Krise wegen dem G7-Treffen wieder ins Blickfeld. Bei der stark umstrittenen Beteiligung der Finanzbranche am zweiten Rettungspaket für Griechenland lief am Freitag eine erste Frist für die Banken ab.

Zykliker verlieren am meisten

Zyklische Aktien wie jene des Zementkonzerns Holcim (-5,2 Prozent), des Personalvermittlers Adecco (-5,5 Prozent), des Zahnimplantateherstellers Nobel Biocare (-4,8 Prozent) oder des Spezialchemiekonzerns Clariant (-4,9 Prozent) schlossen den Handel klar tiefer ab. Anhaltende Konjunktursorgen hätten hier belastet, hiess es im Handel. Die Papiere des Pharmariesen Novartis (-0,2 Prozent) und des Nahrungsmittelkonzerns Nestlé (-0,4 Prozent) gaben dagegen nur leicht nach.

Vor dem anstehenden Wochenende sei die Stimmung an der Börse von Zurückhaltung geprägt gewesen, hiess es weiter. Die Rede von US-Präsident Barack Obama zum Arbeitsmarkt verlieh den Börsen kaum positive Impulse. Ausserdem sei anlässlich des 10. Jahrestags der New Yorker Anschläge die Sorge vor neuen Terroranschlägen umgegangen.

(rcv/sda)